Rentnerin ist 20.000 Euro los! München: 400 Anrufe durch falsche Polizisten in nur einer Woche

Am Telefon gaben sich die Betrüger als Polizisten aus. Foto: Arno Burgi/dpa (Symbolfoto)

Aktuell werden bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums München vermehrt Mitteilungen über falsche Polizisten registriert. Ein Fall ist besonders heftig.

 

München - Die Münchner Polizei warnt wieder vor Betrügern, die sich am Telefon als Polizisten ausgeben. Die Fälle in München häufen sich. "Aktuell werden bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums München vermehrt Mitteilungen über sogenannte 'Falsche Polizeibeamte' registriert", so die Beamten.

Alleine in der Woche vom 20. August bis 27. August seien rund 400 solcher Anrufe mitgeteilt worden - etwa 80 davon am Montag und Dienstag.

Falsche Polizisten in München: Rentnerin legt 20.000 Euro vor die Tür

Ein Fall lässt dabei besonders aufhorchen: In der Nacht zum Mittwoch wurde eine 80-jährige Münchnerin in ihrer Wohnung im Westend angerufen. Die vermeintlichen Polizisten bewegten sie "durch geschickte Gesprächsführung" dazu, Bargeld im Wert von rund 20.000 Euro vor ihre Wohnungstür zu legen.

Erst am Tag danach wurde die Rentnerin misstrauisch und rief die Polizei. Das Geld wurde nach bisherigen Erkenntnissen unbemerkt abgeholt. Die Polizei sucht nach Zeugen, die in dem Zeitraum im Bereich der Trappentreu- und der Ridlerstraße etwas bemerkt haben.

Polizei warnt vor Betrugsmasche nicht nur am Telefon

Grundsätzlich warnt die Polizei, keine Unbekannten in die Wohnung zu lassen. Die falschen Polizisten gingen meistens ähnlich vor: In den meisten dieser Fälle nahmen die Fremden telefonisch Kontakt zu ihren Opfern auf und gaben sich ihnen gegenüber als Polizisten aus, schildern die Beamten die Betrugsmasche.

"Anschließend kommunizierten sie diesen, dass im Rahmen einer Festnahme von Einbrechern Unterlagen aufgefunden worden wären, bei denen ihre Personalien sowie Hinweise auf mögliche Beute zu entnehmen waren."

Betrüger erkundigen sich über Sicherheitsvorkehrungen von Häusern

Andere hätten den Opfern suggeriert, dass Ermittlungen gegen korrupte Bankmitarbeiter geführt würden und "daher eine Übergabe ihrer dort befindlichen Wertsachen zu deren Überführung notwendig sei".

Auch über die Sicherheitsvorkehrungen in den Häusern der Opfer hätten sich die falschen Polizisten am Telefon erkundigt.

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