Relikte verschwinden Altes Waschhaus: Malteser sanieren früheres Kinderheim

Auf dem weitläufigen Areal der Malteser in Berg am Laim steht auch das alte Kinderheim. Foto: Daniel von Loeper

Im alten Waschhaus an der Streitfeldstraße finden sich noch Relikte aus vergangenen Zeiten. Doch nun wird großflächig saniert.

 

Berg am Laim - Ein blauer Kinderwagen aus den 70er Jahren steht in dem gekachelten Raum. Ein schweres Bügeleisen und ein Herrgottswinkel sind weitere rührende Relikte aus einer lange vergangenen Zeit: Das alte Waschhaus des früheren Kinderheims in der Streitfeldstraße ist ein vergessener Ort in München. Das verlassene Haus, in dem die Stoffwindeln noch in steinernen Waschtanks von Hand gerumpelt wurden, liegt im Hof des Klosters in der Streitfeldstraße 1, in dem früher ein Kinderheim war.

Die Relikte aus dieser Zeit werden jedoch bald verschwinden. Die Räume werden gebraucht. Das Kloster-Hauptgebäude teilen sich die Blauen Schwestern der Heiligen Elisabeth heute mit dem Malteser Hilfsdienst. Der hat hier seinen Hauptsitz in München, mit Rettungswache und einer Anlaufstelle für Migranten, die in Berg am Laim kostenlos medizinisch betreut werden.

350 Quadratmeter mehr Platz für soziale Arbeit der Malteser

Der Malteser Hilfsdienst wird sich ausbreiten und das alte leerstehende Waschhaus des Kinderheims sanieren. 350 Quadratmeter Platz gewinnen die Malteser so für ihre soziale Arbeit dazu: Angedacht sind Begegnungsmöglichkeiten für Senioren, wie eine Zweigstelle des Demenzcafés Malta, Schulungsräume für Betreuungshelfer, Räume für Erste-Hilfe-Kurse und für Bewerbungstraining mit Geflüchteten.

"Der Umbau soll dieses Jahr starten", sagt Malteser-Pressesprecher Wilhelm Horlemann. Über eine Dreiviertelmillion Euro soll er kosten. Barrierefrei ist das alte Waschhaus zumindest jetzt schon. 

 

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