Relegations-Schande in Allianz Arena TSV 1860: Ein Jahr und vier Monate - Gericht verurteilt Löwen-Hooligan

Allianz Arena im Mai 2017: Eine Hundertschaft der Polizei musste bei den schweren Ausschreitungen eingreifen. Foto: Peter Kneffel/dpa

Anderthalb Jahre nach den Ausschreitungen im Relegationsspiel des TSV 1860 gegen Jahn Regensburg in der Allianz Arena wird ein weiterer Randalierer verurteilt. Er zeigt sich reumütig.

 

München - Die Schande von Fröttmaning: Am 30. Mai 2017 war es am Ende des Relegationsspiels des TSV 1860 gegen Jahn Regensburg (0:2) in der Allianz Arena zu schweren Ausschreitungen gekommen.

1860-Hooligan stand vor Gericht

Wie der "Münchner Merkur" berichtet, stand an diesem Freitag ein weiterer beteiligter Löwen-Hooligan vor Gericht. Der 23-jährige Andreas P. war wegen besonders schweren Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung angeklagt.

Wie zahlreiche andere Chaoten, hatte sich laut Urteil auch Andreas P. vermummt und eine circa 4,5 Kilogramm schwere Sitzschale in Richtung Polizei geworfen. Eine ganze Hundertschaft war damals damit beschäftigt, die Hooligans und die Situation in den Griff zu bekommen sowie einen Platzsturm zu verhindern. Für etwa zehn Minuten drohte im Stadion des FC Bayern, in dem die Löwen seinerzeit Mieter waren, sogar ein Spielabbruch.

Löwen-Chaoten warfen Sitzschalen auf Polizei

Neben Sitzschalen wurden auch Fahnenstangen, Batterien, Glasflaschen und scharfkantige Winkeleisen auf die Beamten geworfen. Wie der "Merkur" weiter berichtet, hatte Andreas P. zum Zeitpunkt des Relegationsspiel bereits ein zweijähriges Stadionverbot und hielt sich demnach illegal in der Allianz Arena auf.

Das Amtgericht München verurteilte den Angeklagten zu einem Jahr und vier Monaten Haft auf Bewährung. Richterin Christiane Thiemann erklärte: "Bei allem Verständnis für Frust und Enttäuschung: Sie haben das ganze Stadion auseinander genommen."

 

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