Rekordpreise 15 Millionen für ein Haus: Münchens teuerste Immobilien

Das aktuell teuerste Angebot der Makler Duken & von Wangenheim: Eine Villa im Herzogpark für 15,85 Millionen Euro. Foto: Duken & v. Wangenheim

Der Gutachterausschuss der Stadt verkündet Preis-Rekorde – etwa ein Wohnbaugrundstück für 39Mio. Euro und ein Penthouse für 12 Mio.

 

München - Grafiken zum Immobilienmarkt in München sind eigentlich eine monotone Angelegenheit. Die Kurve zeigt – wie könnte es anders sein – steil nach oben. Doch einige Zahlen schaffen es immer wieder zu verblüffen. Insbesondere natürlich die Ausreißer am Markt: Münchens teuerste Objekte.

Gestern haben Kommunalreferent Axel Markwardt und Helmut Thiele vom „Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Bereich der Landeshauptstadt München“ mal wieder ein „historisches Rekordergebnis“ verkündet – und verraten, wo für Immobilien im vorigen Jahr besonders viel Geld hingeblättert wurde.

• Eine freistehende Einfamilienhaus-Villa in bester Wohnlage in Oberföhring kostete 15 Millionen Euro.

• Für eine denkmalgeschützte Doppelhaushälfte in Neuhausen bezahlte ein Käufer rund drei Millionen Euro.

• Ein Reiheneckhaus in Oberföhring wechselte für rund 2,5 Millionen Euro den Besitzer.

• Der Abnehmer eines neuen Schwabinger Penthouses ließ sich seine 500 Quadratmeter Wohnfläche zwölf Millionen Euro kosten – was einem Quadratmeterpreis von happigen 24000 Euro entspricht. Die Nähe zum Englischen Garten will eben bezahlt sein.

• Ebenfalls in Schwabing, in einem denkmalgeschützten Haus, liegt eine ausgedehnte Eigentumswohnung (340 qm), die für 3,7 Millionen über den Notar-Tisch ging.

• Das teuerste Wohnbaugrundstück ist in Neuhausen versilbert worden und brachte 39 Millionen Euro.

• Bei den Gewerbebaugrundstücken wurde der Höchstpreis für ein Areal in der Innenstadt bezahlt: 60 Millionen.

• Nirgendwo in der Stadt ist so viel für ein Einfamilienhausgrundstück geblecht worden wie in Bogenhausen: 7300 Euro pro Quadratmeter!

UMSÄTZE

Der Geldumsatz am Münchner Immo-Markt lag 2013 bei 10,7 Milliarden Euro – ein Plus von acht Prozent zum Vorjahr.

Ob in Form bebauter oder unbebauter Grundstücke: Insgesamt wechselten rund 300 Hektar Fläche den Besitzer. Das entspricht der Größe von knapp acht Theresienwiesen.

Am Eigentumswohnungsmarkt ging die Anzahl der Verträge um zwölf Prozent zurück. Nicht etwa mangels Nachfrage, sondern nur mangels Angeboten. Trotzdem ist das Volumen des Geldumsatzes nahezu gleich geblieben (minus ein Prozent zum Vorjahr). Experte Helmut Thiele erklärt, was das heißt: „Die Preise sind enorm nach oben gegangen.“

DURCHSCHNITTS–PREISE

Wie viel muss man in München im Schnitt erübrigen können, um sich den Traum vom Eigenheim leisten zu können?

• Eine neu gebaute Doppelhaushälfte in durchschnittlicher oder guter Wohnlage kostet im Mittel 835.000 Euro.

• Bei einer neuen, 75 Quadratmeter großen Eigentumswohnung müssen Interessenten sich auf etwa 395.000 Euro einstellen. In guter Wohnlage wird’s noch teurer: Da sind 510.000 Euro für 80 Quadratmeter fällig.

• Unbebaute Grundstücke für Ein- oder Mehrfamilienhäuser schlagen mit 810.000 Euro zu Buche.

Wer seit dem Jahr 2000 ein Haus gekauft hatte und sich jüngst wieder davon trennte, durfte sich über ein deutliches Plus freuen: Laut Gutachterausschuss lag die Preissteigerung im Schnitt nämlich bei fast 60 Prozent.

 

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