Regisseur hält sich für faul Woody Allen: Habe keine Meisterwerke erschaffen

Keine Meisterwerke? Fans würden Woody Allen sicherlich widersprechen Foto: Barry Brecheisen/Invision/AP

Über 40 Filme gehen auf das Konto von Regisseur Woody Allen, doch das ist ihm offenbar nicht genug. Denn der 79-Jährige findet nicht, dass er große Meisterwerke geschaffen hat, ganz einfach, weil er zu faul war, um die Möglichkeiten, die ihm gegeben wurden, voll auszuschöpfen.

 

Etliche Filme und unzählige Auszeichnungen - Fans würden Woody Allen (79) sicherlich einiges an Talent und harter Arbeit bescheinigen. Der Regisseur selbst geht mit sich und seinen Produktionen jedoch kritischer ins Gericht. "Ich habe gute, mittelmäßige und schlechte Filme gemacht", sagt er nun in einem Interview mit dem "Tagesspiegel" anlässlich seines neuen Films "Magic in the Moonlight". Er sei nicht der Meinung, dass er "große Meisterwerke erschaffen habe". Der Grund dafür seine Bequemlichkeit gewesen. "Gemessen an den Möglichkeiten, die mir geboten wurden, hätten wenigstens ein paar großartige dabei sein müssen. Wäre ich weniger faul gewesen, hätte ich sicher eine eindrucksvollere Filmografie". Seine Arbeit nehme er nicht zu ernst.

Dennoch sei er glücklich, sein Leben als Filmemacher verbringen zu dürfen. "Am Morgen zur Arbeit zu gehen, und da ist Scarlett Johansson, Emma Stone oder Colin Firth - alles ungeheuer gut aussehende, charmante, humorvolle und kreative Zeitgenossen. Toll, so seine Zeit zu verbringen - verglichen mit Jobs auf dem Bau oder im Büro!", sagt Allen. Bis heute wisse er aber nicht, was das Publikum wirklich sehen will. Er habe keine Ahnung, "warum die Zuschauer ins Kino strömen oder zu Hause bleiben". Sein simples Fazit: "Es ist wohl das Beste, sich darüber auch keine Gedanken zu machen".

 

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