Regen im Süden willkommen Unwetter suchen Australien heim

In einigen Teilen Australiens regnete es gerade heftig. Foto: Peter Rae/AAP/dpa/dpa

Zerstörerische Winde bringt Zyklon Damien an die Nordküste, im Westen tobt ein Wirbelsturm. Heftige Regenfälle gibt es im Süden und Osten - dort ist er aber hochwillkommen.

 

Canberra - Ein Wirbelsturm im Westen, heftige Regenfälle im Osten - schwere Unwetter haben weite Teile Australiens heimgesucht.

Der tropische Zyklon "Damien" erreichte am Samstag die nördliche Küstenregion des Bundesstaates Western Australia mit "sehr zerstörerischen Winden" und einzelnen Böen mit einer Windgeschwindigkeit von 205 Stundenkilometern, wie die Wetterbehörde mitteilte.

Der Sturm der Stärke drei, der heftige Regenfälle mitbrachte, sollte sich aber auf seinem Weg ins Landesinnere abschwächen, hieß es weiter. Die Behörde warnte die Bewohner einiger Küstenstädte vor hohen Wellen und starken Überschwemmungen.

Im Süden desselben Bundesstaates, der das westliche Drittel des Landes ausmacht, wütete unterdessen ein außer Kontrolle geratenes Buschfeuer, wie die staatliche Feuerschutzbehörde mitteilte. Für die Region Katanning gab die Behörde eine Notfallwarnung heraus.

Ungewöhnliche starke Regenfälle und heftige Winde führten in den östlichen Bundesstaaten New South Wales und Queensland, die seit Monaten unter Waldbränden leiden, zu Überschwemmungen. In einigen Gegenden von New South Wales habe es binnen 48 Stunden bis zu 300 Millimeter geregnet. In Sydney, der Hauptstadt des Bundesstaates, sei seit vergangenem Donnerstag rund 150 Millimeter Niederschlag heruntergekommen, teilte die Wetterbehörde mit.

"Möglicherweise haben wir seit den späten 1990er Jahre nichts dergleichen gesehen", sagte die diensthabende Leiterin der Behörde, Jane Golding. Der Katastrophenschutz warnte in einigen Gegenden vor Hochwasser.

Dennoch können die Brandschützer nach eigenen Angaben stellenweise noch mehr Regen vertragen. "Wir brauchen ein bisschen mehr im Süden und Südosten des Staates, wo noch immer Feuer brennen", sagte ein Sprecher der Feuerwehr in New South Wales der Deutschen Presse-Agentur. "Der ganze Staat hat auf Regen gewartet. Wir freuen uns natürlich über den Regen - egal in welcher Menge."

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