Rechtsextremismus Münchner Wirte gegen Neonazis

"München ist bunt, auch in den Gaststätten" – diese Kampagnen-Aufkleber sollen möglichst alle Münchner Wirte an ihren Gaststätten anbringen. Dafür werben Wiesnwirt Christian Schottenhamel und Miriam Heigl von der Fachstelle gegen Rechts. Foto: Daniel von Loeper

Der Hotel- und Gaststättenverband appelliert an Gastronomen, rechtsextreme Gruppen auszusperren

Immer wieder gelingt es Rechtsextremen, Räume in Münchner Hotels und Gaststätten anzumieten – weil Wirte zu wenig über die Gruppierungen wissen oder nicht sicher sind, ob sie Anmietungen auch verweigern können.

 

Jetzt starten der Hotel- und Gaststättenverband München und die städtische „Fachstelle gegen Rechtsextremismus“ eine bundesweit einzigartige Kampagne: Sie schreiben alle Münchner Wirte an und klären über Präventions- und Unterstützungsmöglichkeiten auf.

„Wir bieten keinen Raum für rechtsextreme Propaganda“, erklärt Wiesnwirt und Verbands-Vizechef Christian Schottenhamel. „Im Gegenteil, bei uns sind Ausländer herzlich willkommen, sei es als Gäste, Mitarbeiter oder Kollegen.“

„München ist eine bunte und tolerante Weltstadt. Wir freuen uns, wenn möglichst viele Wirte das couragiert und weithin sichtbar machen, indem sie den Aufkleber "München ist bunt" an ihrer Tür anbringen", sagt Miriam Heigl von der Fachstelle gegen Rechtsextremismus. "Wenn Wirte Unterstützung brauchen, helfen wir gern."

Neben einem Brief von OB Dieter Reiter bekommen alle Wirte je zwei Aufkleber mit dem Slogan „München ist bunt! ... auch in Gaststätten und Hotels“. Die können sie an der Tür oder in der Wirtschaft anbringen.

Auch die Münchner Bürger können sich die Aufkleber bestellen (per E-Mail an: fgr@muenchen.de), damit dann zu ihrer Lieblingsgaststätte gehen und den Wirt bitten, den Aufkleber anzubringen.

 

31 Kommentare