Rathaus Nürnbergs neuer City-Manager – was macht der eigentlich?

Roland Wölfel (links) und Nürnbergs Wirtschaftsreferent Roland Fleck beim Planspiel für die Sebalder Altstadt. Foto: bayernpress.com

Roland Wölfel (48) soll der Sebalder Altstadt ein neues Gesicht verpassen. Ob das gut geht? Der Mann kommt aus München!

 

NÜRNBERG In neuem Glanz erstrahlen soll die Sebalder Altstadt. Ein City-Manager soll in den nächsten vier Jahren Impulse dafür setzen. Ausgerechnet eine Firma aus München, CIMA Beratung + Management, ist damit betraut, das Herz Nürnbergs neu zu gestalten. Am Donnerstag stellte Wirtschaftsreferent Roland Fleck (CSU) den ersten City-Manager Nürnbergs vor – in der Hans-Sachs-Gasse 1, wo das neue Stadtteilbüro entsteht. Dabei stellte sich heraus: Alles halb so wild. Der Projektleiter ist ein gebürtiger Nürnberger!

Roland Wölfel (48) fühlt sich sehr verbunden mit seiner Heimatstadt, obwohl er hier schon lange nicht mehr wohnt. Er weiß aber auch um die große Herausforderung, die ab September auf ihn zukommt. Wölfel: „Das Viertel ist sehr groß und komplex. Um die Aufgaben zu meistern, braucht es Geschick und Glück.“ Glück, weil der Erfolg nicht allein vom Projektleiter abhängen wird. Von einer Neugestaltung der Sebalder Altstadt sind viele verschiedene Gruppen betroffen: darunter Anwohner, Händler, Hausbesitzer und Unternehmer.

Zu den Aufgaben des City Managers gehört es, nicht nur selbst innovative Ideen einzubringen, sondern diese Menschen in ein Boot zu holen, ihre Wünsche und Ideen zu sammeln, auszuwerten – und nicht zuletzt: Investitionen anzustoßen. Denn das Budget von sechs Millionen Euro, von dem über die Hälfte Bund und Länder fördern, wird wahrscheinlich nicht reichen, alle Projekte umzusetzen.

Ganz oben auf der Agenda: das Thema „Nürnberg am Wasser“

Als erste offizielle „Amtshandlung“ stellt der neue City Manager Mitte September den Interessensgruppen vor, wie es an Haupt- und Obstmarkt weitergeht – einem der Top-Themen auf der Agenda.

Ganz oben steht außerdem das Thema „Nürnberg am Wasser“. City-Manager Wölfel: „Die Pegnitz wird momentan noch als Grenze zwischen Sebalder und Lorenzer Seite wahrgenommen.“ Das soll sich ändern. Der Fluss soll stattdessen einmal „eine emotionale Brücke schlagen“.

Nachgedacht wird laut Fleck und Wölfel auch über folgende Fragen: Wie können Anwohner und Besucher bequemer durch die Altstadt und hoch zur Burg kommen? Wo ist Platz für mehr Bäume und Grünflächen? Wo kommen Parkplätze weg oder hin? Wie können Fassaden und Schaufenster attraktiver gestaltet werden?

Am Ende steht eine Vision: Die Sebalder Altstadt soll mehr Lebensqualität bieten und dabei eine Strahlkraft nach außen entfalten. mp

 

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