Rafael van der Vaart „Es ist Zeit, nach Hause zu kommen“

Rafael van der Vaart jubelt demnächst wieder für den HSV. Foto: dpa

Zurück in der Bundesliga: Rafael van der Vaart wechselt zu seiner alten Liebe, dem Hamburger SV. 13 Millionen Euro muss der Klub an die Tottenham Hotspurs überweisen – Frau Sylvie freut’s.

 

Louis van Gaal reagierte sofort. Bayerns Ex-Trainer, neuerdings Bondscoach, lud Rafael van der Vaart gar nicht erst ein für die zwei WM-Qualifikationsspiele der Elftal für die beiden Partien gegen die Türkei am Freitag und vier Tage später in Ungarn. Neben van der Vaart nominierte van Gaal auch Ibrahim Afellay, Nigel de Jong und Gregory van der Wiel nicht. „Sie haben zuletzt wenig gespielt und sind gerade alle mit neuen Klubs beschäftigt“, begründete van Gaal seinen Verzicht auf das prominente Quartett.
Van der Vaart war zur Zeitpunkt der Kader-Nominierung noch Spieler von Tottenham Hotspur. Doch van Gaal wusste natürlich längst Bescheid: Der Spielmacher war sich längst einig mit seiner alten Liebe HSV, befand sich schon auf dem Weg nach Hamburg zum Medizincheck. Gegen 14.30 Uhr gab schließlich auch der HSV-Aufsichtsrat Grünes Licht für die spektakulärste Rückholaktion des Sommers. Und so gehört Rafael van der Vaart, der größte Star der Hamburger in der letzten Dekade, wieder dem Kader des HSV an. Rund 13 Millionen Euro müssen die Hamburger für den 29-Jährigen nach London überweisen. Als van der Vaart 2008 zu Real Madrid wechselte, hatten die damals weitaus weniger klammen Hamburger noch 15 Millionen Euro kassiert.
Ohne die Hilfe von Milliardär und HSV-Investor Klaus-Michael Kühne wäre der Wechsel des Spielmachers nicht möglich gewesen. Kühne, der den Sommer über immer wieder für eine Rückholaktion van der Vaarts geworben – und diese teils auch unverblümt gefordert hatte – stellte dem Klub ein zinsloses Darlehen zur Verfügung. Van der Vaart unterschrieb in Hamburg einen Dreijahresvertrag.
Bereits vor der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine, bei der van der Vaart mit der Elftal sang- und klanglos in der Vorrunde ausschied, war eine Rückkehr des torgefährlichen Dribblers (29 Tore und 19 Vorlagen in 74 Bundesligaspielen, zuletzt 24 Tore und 16 Vorlagen in 64 Premier-League-Spielen für Tottenham) nach Deutschland im Gespräch gewesen. Schalke 04 hatte Interesse bekundet, dann aber wegen der hohen Ablöseforderung und van der Vaarts Gehaltsvorstellungen wieder Abstand von einer Verpflichtung genommen. Nun wechselt van der Vaart zum Bundesliga-15. der letzten Saison – so, wie er und seine Frau, das TV-Starlet Sylvie, es in den letzten Jahren eigentlich immer angekündigt hatten. Sylvie jedenfalls reagierte beglückt auf den Arbeitsplatzwechsel ihres Gatten. „Danke, Spurs und allen Fans für eine tolle Zeit. Ihr habt das beste Team in England. Ich werde Euch immer lieben. Jetzt ist es Zeit nach Hause zu kommen“, schrieb sie bei „Twitter“.

 

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