Radsport Bayern-Rundfahrt: Vorentscheidung Winklmoosalm

Der Schweizer Fabian Cancellara gehört auch 2014 zu den Favoriten bei der Bayern-Rundfahrt Foto: Bayern-Rundfahrt.

Die Bayern-Rundfahrt rast von Mittwoch bis Sonntag durch den Freistaat – mit einer Premiere in Reit im Winkl. Wie das Rennen läuft und wo sich das Zuschauen lohnt – etwa in Forstenried.

 

München - Die Sportbegeisterung von Rosi Mittermaier und Christian Neureuther ist weithin bekannt. Und jetzt, da die Bayern-Rundfahrt zum ersten Mal überhaupt in Mittermaiers Heimat Reit im Winkl gastiert, müsste man die beiden wohl im Keller festketten, damit sie nicht als Stargäste erscheinen würden. Auf der Winklmoosalm, dem zweiten Etappenziel des Radrennens – dort wo Mittermaier aufgewachsen ist. Fünf Tage lang, von Mittwoch bis Sonntag, jagen die internationalen Spitzenfahrer wieder durch den Freistaat. Rundfahrt-Chef Ewald Strohmeier stellt das diesjährige Rennen vor.

Mittwoch, 28. Mai: Vilshofen – Freilassing (201,6 Kilometer): ]Eine Prestigeangelegenheit – schließlich darf der Sieger des ersten Tages zumindest am zweiten das Gelbe Trikot tragen. Dafür wird der Aufwand in den folgenden Tagen nur größer. „Landschaftlich sind die Gegend um Bad Griesbach und der Landkreis Rottal besonders schön“, sagt Strohmeier. „Auch im Chiemgau Richtung Waging haben wir eine tolle Kulisse. Die Strecke ist nicht allzu steil – die Sprinterteams könnten die Entscheidung unter sich ausmachen.“

Donnerstag, 29. Mai: Freilassing – Reit im Winkl (164,7 km ). Der Ausflugs-Tipp für die Münchner: „Die Gondel fährt umsonst zur Winklmoosalm, man kann natürlich aber auch zu Fuß gehen oder mit dem Rad fahren“, sagt Strohmeier. Gegen 15.15 Uhr werden die Fahrer dort erwartet, nach einer knackigen Bergwertung mit einem Anstieg von 19 Prozent. Es ist das erste Mal überhaupt, dass die Teilnehmer derart am Berg gefordert werden – und eine Schlüssel-Etappe. Strohmeier: „Hier findet die erste Selektion für den Gesamtsieg statt. Wer jetzt zwei Minuten Rückstand hat, wird die wohl nicht mehr aufholen.“

Freitag, 30. Mai: Grassau - Neusäß (232,7 km). Die Beine sind noch müde vom Berg – und dann könnte es noch dicker kommen. „Wenn die Fahrer Pech haben, peitscht ihnen über die gesamte Distanz der Westwind ins Gesicht“, sagt Strohmeier. München-Tipp: Gegen 13.15 Uhr passiert das Feld den Forstenrieder Park, aus Schäftlarn kommend Richtung Gauting. „Die Ankunft in Neusäss ist für einen Massensprint prädestiniert.“

Samstag, 31. Mai: Einzelzeitfahren in Wassertrüdingen (25,5 km): „Hier könnte die Entscheidung fallen“, sagt Strohmeier. Die Berge sind überstanden, jetzt muss man zeigen, ob man ein kompletter Rennfahrer ist.“

Sonntag, 1. Juni: Wassertrüdingen - Nürnberg (159,6 Kilometer). Am Spielberg steigt ein großes Fest, deswegen wird der Anstieg dort zweimal gefahren. „In Nürnberg fahren wir dann noch 10 Runden den klassischen Kurs um die Alstadt“, sagt Strohmeier. Der Sieger wird um 15.30 Uhr am Frauentorgraben erwartet.

 

0 Kommentare