Radikale Baumfällung Wiedergutmachung für tote Eichhörnchen

AZ-Lokalredakteurin Jasmin Menrad.
Ein Landschaftsgärtner berät mit den Bewohnern der Melusinenstraße darüber... Foto: ho

Nach dem Tod der kleinen Hanni pflanzt die Gewofag auf der Druck der Anwohner Bäume und Sträucher für Wildtiere. Zwei Tierchen sind schon zurückgekehrt, zumindest vorübergehend...

 

Ramersdorf - Der leichtfertig herbeigeführte Tod mehrerer Eichhörnchen bei Bauarbeiten in der Melusinenstraße (AZ berichtete) hat nun Konsequenzen: Nach einem Treffen der städtischen Wohnbaugesellschaft Gewofag mit den Mietern soll im Innenhof ein Biotop mit Weißdorn, Haselnusssträuchern und Gebüsch für Wildtiere entstehen.

Um das Biotop vom restlichen Innenhof abzugrenzen, werden dort große, alte Baumstämme hingelegt: Jene Bäume, die vor zwei Wochen gefällt wurden, obwohl dort ein Eichhörnchen-Nest war. „Die Gewofag wird alle unsere Forderungen umsetzen“, sagt Christine Herrera, die mit anderen Mietern für die überlebenden Eichhörnchen kämpft.

Zudem wird ein Walnussbaum, eine Rotbuche und eine Ulme gepflanzt – schon in zwei Wochen. Herrera: „Jetzt muss alles schnell gehen. Unser rotes und unser schwarzes Eichhörnchen haben wir mit Nüssen wieder angefüttert. Aber sie bleiben nicht, weil es keinen Rückzugsort gibt.“

Ein Tier wird nicht zurückkehren: Die kleine Hanni ist kürzlich verstorben. Ihre Schwester Nanni wird in einer großen Gruppe im Wald ausgewildert. Vielleicht kommt sie zurück nach Ramersdorf – ins neue Eichhörnchenparadies in der Melusinenstraße.

 

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