Quo vadis Glockenbachviertel? Immer jünger und teurer

Partystimmung am Gärtnerplatz - die Anwohner leiden unter dem Lärm der Nachtschwärmer. Foto: imago

 Die Stadt hat eine Bestandsaufnahme gemacht, wie sich das Gärtnerplatz- und Glockenbachviertel in den vergangenen Jahren verändert haben.

 

MÜNCHEN Was wird nicht alles übers Glockenbachviertel geredet: Dass das Quartier seinen Charme verliert. Dass Alteingesessene wegziehen. Dass Schwule und Lesben dort wieder häufiger angepöbelt werden. Jetzt wollte die CSU in einem Stadtrats-Antrag wissen: „Quo vadis Glockenbachviertel?” Das Planungsreferat hat eine Bestandsaufnahme gemacht: Wie hat sich das Viertel verändert? Ein Auszug.

Miete: Eine Sonderauswertung des Wohnungsmarktbarometers zeigt: Die so genannten Wiedervermietungsmieten liegen im Gärtnerplatz- und Glockenbachviertel bei 14 Euro pro Quadratmeter. Damit sind sie gut einen Euro teurer als im Rest der Isarvorstadt. Besonders hohe Quadratmeterpreise werden für sehr große Wohnungen im Glockenbachviertel verlangt, da kommen noch mal gut zwei Euro drauf. Die Stadt hat das mal auf die Warmmieten hochgerechnet. Ein Beispiel: Für 100 Quadratmeter werden damit rund 2000 Euro fällig.

Altersstruktur: Die Bevölkerung hat sich verjüngt. Heute gibt’s im Glockenbachviertel mehr Kinder als vor 10 Jahren.

Kneipenszene: Derzeit haben im Quartier etwa 100 Gaststättenbetriebe eine Konzession. Geschäfte und Lokale verwandeln sich mehr und mehr in Luxusrestaurants oder „Wohnzimmerkneipen”. Schwul-lesbische Kneipen gehen zurück.

Wie kann die Stadt die Entwicklung beeinflussen? Darum soll es heute im zuständigen Ausschuss gehen. Gerade hat der Stadtrat zum Beispiel eine neue Erhaltungssatzung für das Gärtnerplatzviertel beschlossen, die bisherige läuft in diesen Tagen aus. Damit sollen Luxusmodernisierungen verhindert werden.

 

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