Quadratmeter-Preise Alle Stadtviertel: So viel ist Ihre Wohnung wert

Preisentwicklung bei Eigentumswohnungen in München Foto: IVD Süd

Die Preise für Eigentumswohnungen in München sind in den letzten vier Jahren um 52 Prozent gestiegen. In welchen Vierteln es besonders teuer ist – und wonach sich die Kaufpreise richten.

 

München – Nicht nur bei den Mietpreisen hängt München alle anderen deutschen Städte ab (AZ berichtet regelmäßig). Auch bei den Kaufpreisen für Eigentumswohnungen liegt die bayerische Landeshauptstadt ungeschlagen auf Platz eins. Das geht aus dem aktuellen Quartalsbericht des Hamburger Marktforschungsunternehmens F+B hervor.

Im bundesdeutschen Durchschnitt kostet der Quadratmeter einer Eigentumswohnung 1820 Euro. In München müssen Käufer zweieinhalb Mal so viel hinblättern: Mit durchschnittlich 4580 Euro/qm sind die Eigentumswohnungen hier 150 Prozent teurer als im Rest der Republik.

Die Preisspanne beginnt in München bei 2770 Euro/qm – in Bayern ist dieser Wert bereits der Durchschnittspreis: Mit 2700 Euro/qm rangiert der Freistaat im Bundesländer-Vergleich auf Platz zwei hinter dem Stadtstaat Hamburg (3050 Euro/qm) – auch den toppt München locker. Die Spitzenpreise der Stadt liegen laut F+B aktuell bei 9110 Euro/qm.

Und: Die Preise für Eigentumswohnungen steigen in München noch rasanter als die Mietpreise. Der Immobilienverband Deutschland (IVD) Süd ermittelt von Frühjahr 2010 bis Herbst 2013 eine Preissteigerung von 52 Prozent. Im gleichen Zeitraum stiegen die Münchner Mieten „nur“ um 16 Prozent.

Die besten Wohnlagen der Stadt, vom IVD mit „sehr gut“ bewertet, sind Ludwigsvorstadt, Isarvorstadt, Altstadt-Lehel, Nymphenburg, Alt-Schwabing, Bogenhausen, Haidhausen, Alt-Solln, Maxvorstadt und Alt-Harlaching (siehe Grafik).

Im Frühjahr 2010 rangierten die Preise für diese Bestlagen laut IVD bei durchschnittlich 4300 Euro/qm für beziehbare Bestandsobjekte mit sehr gutem Wohnwert. Im Herbst 2013 kosteten vergleichbare Eigentumswohnungen bereits durchschnittlich 7380 Euro/qm (siehe Tabelle).

Besonders gefragt sind laut IVD Süd-Geschäftsführer Stephan Kippes derzeit Gartenwohnungen: „Sie bieten mehr als Etagenwohnungen, sind aber günstiger als ein Reihenhaus.“ Das begrenzte Angebot treibe den Preis zusätzlich.

Verhältnismäßig günstig: Wohnungen, die schlecht ans MVV-Netz angebunden sind. Kippes: „Je umständlicher der Weg in die Innenstadt ist, desto günstiger ist der Wohnraum.“

Die Preisentwicklung bei Eigentumswohnungen und die Einwertung der einzelnen Viertel sehen Sie grafisch aufbereitet in der Bilderstrecke.

 

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