Prozess wird fortgesetzt Biersteuer-Betrug in Millionenhöhe: Drei Männer vor Gericht

Steuerbetrug in Millionenhöhe: Deswegen müssen sich die drei Männer vor Gericht verantworten. (Symbolbilder) Foto: dpa/AZ

Am Freitagmorgen wurde ein Steuerbetrugs-Prozess in Hof fortgesetzt: Drei Männer sollen Bier in Deutschland versteuert und anschließend auf dem Schwarzmarkt in Großbritannien verkauft haben.

 

Hof - Sie sollen Bier in Deutschland versteuert und dann auf dem Schwarzmarkt in Großbritannien verkauft haben, um die wesentlich höhere britische Biersteuer zu umgehen: Seit Mitte Oktober müssen sich deswegen drei Männer (48, 42, 41) vor dem Landgericht Hof verantworten. Am Freitagmorgen wurde der Prozess fortgesetzt.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten unter anderem Beihilfe zur gewerbsmäßigen und bandenmäßigen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe vor. Nach Angaben eines Gerichtssprechers haben alle drei Angeklagten angekündigt, sich im Lauf des Prozesses zu den Vorwürfen zu äußern.

Britische Biersteuer zehnmal höher als deutsche

Bei zwei Angeklagten geht es um einen Schaden von rund 29,4 Millionen Euro für den Fiskus Großbritanniens. Der dritte Angeklagte muss sich wegen eines Schadens von etwa 20,4 Millionen Euro verantworten.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft haben die Männer so getan, als seien rund 3.000 Lastwagenladungen Bier von Frankreich, Belgien und aus den Niederlanden nach Deutschland exportiert worden. Tatsächlich aber sei das Bier zwischen August 2014 und November 2015 nach Großbritannien auf den dortigen Schwarzmarkt gebracht worden. Die Biersteuer in Großbritannien ist etwa zehnmal so hoch wie in Deutschland.

Im Dezember 2015 hatte es eine große Razzia bei der international organisierten Bande gegeben. Dabei wurden Objekte in Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien und Tschechien durchsucht.

 

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