Prozess vor dem Amtsgericht beginnt Mädchen sollen Behinderten misshandelt und sexuell genötigt haben

Drei Mädchen müssen sich vor dem Amtsgericht Kitzingen verantworten. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa

Drei Mädchen sollen im November 2017 einen geistig Behinderten Jungen in Segnitz misshandelt haben. Jetzt muss sich das Trio vor dem Amtsgericht Kitzingen verantworten.

 

Kitzingen - Drei Mädchen aus Unterfranken sollen einen geistig behinderten 19-Jährigen schwer misshandelt und sexuell genötigt haben. Am kommenden Dienstag (28. April) muss sich das Trio vor dem Amtsgericht Kitzingen verantworten.

Die heute 17, 18 und 19 Jahre alten Frauen sollen das Opfer im November 2017 in einem Partyraum in Segnitz (Landkreis Kitzingen) angegriffen haben (Az. 904 Js 394/18).

Mädchen fesselten das Opfer auf einer Matratze

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Würzburg vom Dienstag fesselten sie den 19-Jährigen auf einer Matratze, zogen ihn aus und nötigten ihn sexuell. Auch sollen die angeklagten Deutschen den jungen Mann mit einer brennenden Zigarette verletzt, geschlagen und getreten haben.

Die Übergriffe dauerten nach Erkenntnis der Ermittler etwa 20 Minuten und wurden mit einem Handy der Mädchen gefilmt. Erst als ein unbeteiligter Zeuge hinzukam, sollen die Verdächtigen von dem Behinderten abgelassen haben.

Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung und schwerer sexueller Nötigung

Die Anklage lautet auf gefährliche Körperverletzung und schwere sexuelle Nötigung. Für den Prozess vor einem Jugendschöffengericht ist bisher ein Verhandlungstag angesetzt. Wegen des Alters von Opfer und Angeklagten ist es denkbar, dass die Öffentlichkeit von dem Verfahren ausgeschlossen wird.

 

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