Prozess in München 1.500 Euro als Blüten aus dem Darknet, doch etwas ging schief

, aktualisiert am 17.08.2018 - 06:08 Uhr
Der Angeklagte vor Gericht in München. Er hatte die Blüten im Darknet gekauft. Foto: Daniel von Loeper

Er dachte, er macht ein gutes Geschäft, doch sein Plan geht nicht auf: Am Stachus fliegt sein Falschgeld-Betrug auf. Jetzt steht der 30-Jährige dafür vor Gericht. 

 

München - Das falsche Geld hatt sich Peter S. (30, Name geändert) im Darknet besorgt. Unter Pseudonym hatte er sich dort am 4. Mai diesen Jahres eingeloggt und 30 50-Euro-Blüten (Nennwert 1.500 Euro) bestellt. Für 100 echte Euro. Ein Schnäppchen, dachte sich der 30-Jährige.

Und begann im Raum Holzkirchen und Vaterstetten das Falschgeld unter die Leute zu bringen. Zunächst mit einigem Erfolg. Bei einem Penny-Markt in Holzkirchen, einem Kiosk der Gemeinde und einem McDonald’s klappte die Bezahlung echter Waren für falsches Geld. Auch in einem Pennymarkt in Vaterstetten akzeptierte das Personal die Blüte.

Weniger Glück hatte Peter S. bei drei weiteren Versuchen. Sowohl an einer Aral-Tankstelle in Vaterstetten als auch in einem Norma-Markt in Holzkirchen und einer Bäckerei am Münchner Hauptbahnhof wurden die Verkäufer misstrauisch und verweigerten die Annahme.

Am 14. Juni flog Peter S. dann endgültig auf. Und zwar beim McDonald's  am Stachus. Eine Kassiererin erkannte die Blüte als Falschgeld und schlug Alarm. Der 30-Jährige kam in U-Haft.

Immerhin, Peter S. ist offenbar fest gewillt, einen "Neuanfang zu machen". Er legte ein Geständnis ab und hat sich bereits in der U-Haft um einen Ausbildungsplatz bemüht.

Amtsrichterin Silke Bierl wertete das voll umfängliche Geständnis strafmildernd. Der Mann wird für sein Falschgeld-Delikt zu einem Jahr und sechs Monaten Haft verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt sind.

 

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