Prozess beginnt schleppend 500 Euro erbeutet: Mann in seiner Wohnung überfallen

Die drei Angeklagten mit der Dolmetscherin und ihren Anwälten. Foto: Daniel von Loeper

Die Räuber hofften vergeblich auf fette Beute: Das Trio wollte 10.000 Euro – und musste sich mit 500 Euro begnügen.

 

München - Es ist viel zu heiß im Gerichtssaal B 175 des Strafjustizzentrums. Ein Angeklagter im Prozess um den schweren Raub in Steinhausen wischt sich unablässig mit einem Tuch den Schweiß von der Stirn, zwei Wachtmeisterinnen fächeln sich Luft zu.

Am schlimmsten dran sind aber Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Richter mit ihren schwarzen Roben – und das ohne funktionierende Klimaanlage. Bis der Vorsitzende Richter Philipp Stoll ein Einsehen hat, und sich sowie den anderen Robenträgern erlaubt, diese ausnahmsweise wegzulassen. Wohl, um nicht den Hitzschlag eines Beteiligten zu riskieren.

Älterer, vermögender Bekannter das Ziel der Aktion

Der Prozess beginnt schleppend. Nur der Jüngste des angeklagten Trios (22, 23, 35 Jahre alt) will sich am Mittwoch zur Sache äußern. In einer kurzen Erklärung, die Anwalt Kai Wagler verliest, gibt der Mann die Vorwürfe der Anklage gegen ihn zu.

Da steht unter anderem drin, dass das Trio am 17. April 2018 auf den Plan verfiel, einen älteren und vermögenden Bekannten in dessen Wohnung zu überfallen und ihm sein Bargeld abzunehmen. Mit Schreckschusspistole und Messer bewaffnet, drangen die Räuber in die Wohnung ein. Doch statt der erhofften 10.000 Euro musste sich das Trio mit 500 Euro begnügen. Der Prozess wird fortgesetzt.


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