Prozess am Landgericht Tochter (14) der Freundin vergewaltigt? Angeklagter schweigt

, aktualisiert am 25.06.2019 - 09:18 Uhr
Vor dem Prozess: der Angeklagte zwischen Anwalt und Dolmetscherin. Foto: Daniel von Loeper

Prozess vor dem Landgericht München: Der Angeklagte schweigt am ersten Prozesstag zu den heftigen Vorwürfen.

 

München - Die Vorwürfe wiegen schwer. Der 44-jährige Paul F. (Namen geändert) soll die Tochter seiner Lebensgefährtin vergewaltigt haben.

Das Mädchen war zum Zeitpunkt der Tat erst 14 Jahre alt. Laut Anklage hat der 44-Jährige, der eigentlich in Spanien lebte, immer mal wieder seine Freundin in Puchheim jeweils für mehrere Wochen besucht. Die Frau hat zwei Töchter, die heute 18-jährige Charlene und deren heute sechsjährige Schwester.

Puchheim: Das soll sich in der Tatnacht ereignet haben

In der Tatnacht im Juli 2015 lag Charlene mit ihrer kleinen Schwester in ihrem Couch-Bett im Wohnzimmer. Im Laufe dieser Nacht soll der Angeklagte dann ins Zimmer gekommen sein und Charlene bedeutet haben, dass sie leise sein solle. Dann habe er sie vergewaltigt.

Das Mädchen leistete dabei heftigen Widerstand, schlug dem kräftigen Mann mit den Händen gegen die Brust. Paul F. habe sich nicht darum gekümmert, setzte die Vergewaltigung fort. Erst, als irgendwo in der Wohnung eine Tür ging, ließ er von der 14-Jährigen ab.

Prozess in München: Angeklagter schweigt

Am nächsten Tag drohte er dem Mädchen, dass sie nach Nigeria abgeschoben würde, wenn sie ihrer Mutter von der Tat berichte. Das verängstigte Mädchen hielt sich zwei Jahre daran.

Doch bei einem Streit in der Küche im September 2017 erzählte sie alles ihrer Mutter. Paul F. gab Charlene darauf eine heftige Watschn. Paul F. sagt am Montag nichts. Weder zu den Vorwürfen, noch zu seiner Person. Der Prozess wird fortgesetzt.

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