Protest in München Kunstblut, Tattoos und nackte Haut

Mit viel nackter Haut und Kunstblut protestiert das Model Sandy P. Peng mit anderen Tierschützern in München gegen Pelzmode. Alle Fotos sehen Sie in der Bilderstrecke. Foto: AnimalsUnited e.V.

Mit Käfig, Kunstblut und toten Füchsen: Tattoo-Model Sandy P. Peng und andere Tierschützer protestieren gegen Pelz.

 

Altstadt -  Kunstblut klebt an ihrer Hand, sie ist umzingelt von toten Nerzen, Füchsen, Kaninchen und Waschbären - und leicht bekleidet.

Am Wochenende hat das Model Sandy P. Peng vor der Oper gegen das Tragen von Pelz protestiert. Das Model setzt sich für die Anti-Pelz-Kampagne „Bist du gelabelt?“ des Münchner Tierschutzvereins AnimalsUnited ein.

Unter dem Motto "Wer Pelz trägt, trägt Tod" will die Kampagne zeigen, dass für jedes kleine bisschen Pelz Tiere sterben und leiden mussten. Die Aktion findet dieses Jahr schon zum dritten Mal statt und wird auch vom Musiker Peter Maffay unterstützt.

Die sexy-schaurige Protestaktion ging von der Oper auch noch weiter: in U-Bahnen und Rolltreppen am Marienplatz und am Stachus.

Die Passanten sollten bei der Aktion vor allem auf die fehlende Kennzeichnungspflicht für Pelz hingewiesen werden. An vielen Jacken, Taschen und Accessoires prangt echter Pelzbesatz, oft ohne dass es die Verbraucher wissen.

Der Echtpelz lässt sich nicht mehr am Preis erkennen: Billigimporte aus China bestimmen längst den Markt, Marderhunde werden dort für Kapuzenränder gezüchtet.

Eine Jacke mit Echtfellkragen gibt es so schon für 20 Euro, ab fünf bekommt man eine Mütze mit Echtpelzbommel. Alles sei von gequälten Tieren – artgerechte Pelztierhaltung gibt es laut den Aktivisten nicht.

„Niemand muss heute mehr Pelz tragen! Es ist peinlich, sich mit dem Fell gehäuteter Tiere schmücken zu wollen – Pelz gehört in die Steinzeit und sonst nirgendwo hin!“ sagt Peng.

„Es gibt viele Hightech-Materialien, die uns zeitgemäß warm halten. Pelz hat heute oft nur noch einen modischen Charakter und keine Funktion."

Die Aktion gehörte zur Anti-Pelz-Kampagne „Bist du gelabelt?“ des Münchner Tierschutzvereins AnimalsUnited e.V. und wurde unterstützt durch den Verein animal 2ooo e.V.

Weitere Informationen zur Kampagne sind unter www.gelabelt.de oder auf Facebook www.facebook.de/gelabelt abrufbar.

Mehr über Sandy P. Peng gibt es auf Ihrer Facebook-Seite.

 

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