Protest gegen hohe Mieten Kurios: Münchner zieht in Mini-Häuschen auf Parkhaus

Jakob Wirth steht vor seiner kleinen Holzhütte. Foto: Peter Kneffel/dpa

Um gegen die hohen Mieten in München zu protestieren, hat sich ein Münchner Künstler etwas besonderes ausgedacht: Er zieht für einige Tage in ein Mini-Holzhaus auf einem Parkhaus - die Inhaber wissen davon noch nichts.

 

München - Mit einem kleinen Holzhaus auf dem Dach eines Münchner Parkhauses will ein junger Künstler auf die hohen Mieten in der Landeshauptstadt aufmerksam machen. Am Donnerstag habe der 28-jährige Jakob Wirth es mit Hilfe eines Freundes aufgebaut, in den kommenden Tagen will er darin wohnen. München sei das Zentrum der höchsten Mietpreise bundesweit. Daher sei es wichtig, mit der Aktion "Penthaus à la Parasit" auf das Wohnraumproblem aufmerksam zu machen.

Das rund 500 Kilogramm schwere Häuschen baute Wirth schon auf mehreren Dächern in Berlin und Weimar auf. In München wissen die Inhaber des Parkhauses von der Aktion nichts. "Klar ist es frech und provokativ", sagte der Künstler. Er wolle mit den Verantwortlichen ins Gespräch kommen, in der Hoffnung, sein Mini-Holzhaus nicht vorzeitig abbauen zu müssen. Mehr als eine Woche will Wirth in dem mit Bett, Regal und Campingkocher ausgestatteten, etwa 3,6 Quadratmeter großen "Penthaus" verbringen.

 

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