Protest gegen Abzocke Rechnung nicht gezahlt: Promi-Arzt verklagt Schriftsteller

Die Rechnung über 2758,01 Euro wurde Thema fürs Amtsgericht. Foto: Peter Kneffel/dpa

Vor dem Amtsgericht einigen sich der Orthopäde und Wladimir Woinovitch auf einen Vergleich.

 

München - Seit über zehn Jahren lebt Schriftsteller und Satiriker Wladimir Woinovitch mit schlimmen Rückenschmerzen. Zahlreiche Ärzte hat der 84-Jährige schon aufgesucht – ergebnislos. Ein Freund legt ihm schließlich die Praxis eines Münchner Promi-Orthopäden ans Herz. Doch auch die dortige Behandlung im vergangenen Jahr vermag nichts gegen die Schmerzen auszurichten.

Deshalb ärgerte sich Woinovitch umso mehr als er kurz darauf eine Rechnung über 2758,01 Euro im Briefkasten findet. Insbesondere, da darauf auch Leistungen vorkommen, die laut Woinovitch nie erbracht wurden. Auch hatte die Praxis die Behandlung zu einem, laut Woinovitch deutlich überhöhten Satz abgerechnet: „Dabei waren es lediglich drei mal drei Spritzen.“ Woinovitch weigert sich zu zahlen, die Arztpraxis verklagt ihn.

Bei der gestrigen Verhandlung vor dem Amtsgericht München riet der Richter beiden Parteien gleich zu Beginn zu einem Vergleich. Ansonsten, so der Richter, werde der Kläger detailliert darlegen und nachweisen müssen wie Woinovitch bnehandelt worden war.

Woinovitch zahlt nur ein Drittel

Dazu kam es nicht. Beide Parteien erreichten recht schnell eine Einigung: Lediglich ein Drittel der Behandlungskosten wird Woinovitch nun zahlen müssen. Für ihn ein guter Ausgang: "Ich bin zufrieden, auch wenn mich das Ganze viel Zeit und Nerven gekostet hat", sagte der Schriftsteller nach der Verhandlung. Der Arzt selbst war nicht nicht zum Prozess erschienen.

 

0 Kommentare