Promifreunde sind geladen Peter Kraus feiert 80. Geburtstag am Platzl

Was für eine Sause! Die Bilder der Party finden Sie in der Fotostrecke... Foto: BrauerPhotos

Manches ist schwer zu glauben. Etwa, dass Peter Kraus, der immerjunge Rock’n’Roller, am heutigen Montag schon 80 Jahre alt wird. Er lädt seine Gäste zur Party in Alfons Schuhbecks "Südtiroler Stuben" am Platzl ein. Warum der als Peter Siegfried Krausenecker geborene Österreicher eine besondere Beziehung zu München hat, erklärt er im AZ-Interview.

AZ: Herr Kraus, warum feiern Sie am Montag in München?
PETER KRAUS:
Weil ich in München geboren bin und dort viele Freunde habe. In München ging eigentlich alles los. Auch wenn ich heute in der Schweiz und in Österreich lebe – im Herzen bin ich Münchner. Ich verbinde immer noch viel mit dieser Stadt. Mein Sohn und meine Enkelin, die wir oft besuchen, leben hier. Wir müssen ja schließlich aufpassen, dass sie richtig groß wird (lacht).

Was erwarten Sie von Ihrer Party?
Ich hoffe, dass da etwas los sein wird! Es werden auf alle Fälle sehr viele Leute da sein, um die 75 Gäste. Das ist toll. Wir werden sehen, was passiert. Es ist nicht so, dass ich mir ein Showprogramm ausgedacht habe. Das ist auch nicht der Sinn einer Geburtstagsfeier. Und ich mag auch keine geplanten Dinge. Man muss nur die richtigen Leute einladen, dann passiert etwas. Es kommen natürlich viele enge Freunde, mein Bandleader und mein Gitarrist. Aber es sind auch viele dabei, die ich lange nicht mehr gesehen habe. Frank Elstner zum Beispiel oder Mary Roos. Oder die Kessler-Zwillinge! Die beiden habe ich ewig nicht gesehen. Und natürlich ist Conny (Froboess, d. Red.) da. Das ist einfach schön. Vielleicht werde ich mit dem einen oder anderen ein Lied singen.

Viele Menschen feiern nicht gerne Geburtstag. Freuen Sie sich auf diesen Tag?
In diesem Fall freue ich mich sehr darauf, weil so viele Menschen, die mich interessieren, zugesagt haben. Die 80 ist nun einmal eine bedeutende Zahl. Wobei ich diese Zahl hasse. Das Erste, was ich nach dieser Feier machen werde, ist, diese Zahl vergessen und verdrängen. Ich habe diese Zahl nicht einmal in die Einladung geschrieben. Dafür habe ich sie auf mein Auto geklebt, als Renn-Zahl. Ich bin kein großer Feierer. Aber 80 – da muss man froh sein, dass man sie gesund erreicht hat.

Gibt es ein Geheimnis, dass Sie so lang so fit und jung geblieben sind?
Es gibt zwei große Feiern bei mir in diesem Jahr. Die zweite Feier ist unser – Ingrid und meines – 50-jähriges Ehe-Jubiläum am 1. Oktober. Das ist, glaube ich, ein Grund, warum ich sehr jugendlich und auch fit bin. Weil wir eine sehr harmonische Ehe führen – mit sehr viel Freude, Spaß, und Respekt. Ohne Streit und ohne Probleme, was das Leben sehr verschönt und vereinfacht.

Wird die Goldene Hochzeit auch groß gefeiert?
Wir wissen noch nicht genau, was wir an diesem Tag machen werden. Etwas Kleines und Familiäres wahrscheinlich.

Ist ihre Frau Ihr Gesundheits-Doc? Oder halten Sie sich von selbst fit?
Nein, dafür sorgt in erster Linie meine Frau. Sie ist mein Privatdoktor (lacht).

Gibt es etwas, das Sie ihnen verbietet?
Wenn sie mir etwas verbieten würde, dann wäre sie keine kluge Frau. Sie macht das schon geschickter – so dass ich es gar nicht merke. Sie liebt es, Bücher über Ernährung und solche Dinge zu lesen. Alles Sachen, die mich nicht interessieren. Das wird mir dann vorgesetzt und mitgeteilt.

Sie haben null Bauch. Verzichten Sie da auf etwas? Alkohol, Süßigkeiten?
Nicht auf Alkohol. Denn Alkohol trägt ja zur Gesundheit bei. Aber wir essen schon lange keine Milchprodukte mehr und verzichten auf Zucker. Ich war noch nie ein Süßigkeiten-Freund. Und das ist gut so. Ich treibe fast täglich Sport.

Gibt’s keine Zipperlein? Die haben ja auch viele Menschen, die viel jünger sind als Sie.
Diese Menschen haben dann vielleicht etwas falsch gemacht. Es ist heute ein großer Hang zum Falschmachen da. Das kommt von dieser übertriebenen Sportlerei. Ich begreife es nicht, warum Menschen auf dem Asphalt joggen oder Hanteln stemmen, die viel zu schwer sind. Ich habe viele Freunde, die übermäßig trainiert haben. Und jetzt haben sie wahnsinnige Kreuzschmerzen und können sich kaum mehr bewegen. Diese ganzen Sportarten, die die jungen Leute heute machen, sind zum Teil auch gefährlich. Sie werden im Alter Probleme haben. Ich habe immer viel Sport gemacht, aber mit Maß und Ziel. Ich fahre nach wie vor viel Ski und Wasserski. Auch Kanufahren ist eine großartige Sportart, die den ganzen Körper trainiert. Sie ist vor allem auch gut für den Hüftschwung. Ich springe auch gerne auf meinem Trampolin und gehe wandern. Oder ich fahre mit dem E-Bike.

Wie geht es nach dem Geburtstag weiter?
Ich habe dann ein wenig frei. Zum Glück! Nach dem Geburtstag setze ich mich mit meiner Frau ins Auto, und wir fahren ins Blaue nach Italien, zehn Tage lang. So wie wir es früher gemacht haben: einfach los, dorthin, wo die Sonne scheint. Und da, wo es uns gefällt, da bleiben wir. Und dann geht es zurück nach Lugano und zum nächsten Konzert in Luzern.

Wie lange wollen Sie noch auftreten?
Es ist die letzte Tournee – wirklich! Dieses Mal gibt es keine Schwindeleien. Es waren ja keine Schwindeleien. Ich habe immer gedacht, es wäre die letzte Tournee. Und habe mich immer wieder dazu entschlossen, doch noch eine zu machen. Das ist aber jetzt die letzte – allein schon meiner Frau zuliebe. Ich habe zwei-, dreimal mein Versprechen gebrochen und immer doch noch eine Tournee gemacht. Ich bekomme immer so viele Briefe: "Du wirst doch nicht aufhören. Wir brauchen dich." Was alles sehr schön ist. Und die Tatsache, dass ich mich so fit fühle, hängt sicher auch damit zusammen, dass ich immer noch auf Tournee gehe. Weil man dann ein Ziel vor Augen hat. Ich weiß genau: Im Oktober/November ist wieder Tournee. Und dann muss ich schlank und fit sein. Das Publikum möchte eben keinen Peter Kraus, der auf dem Barhocker sitzt. Ich bin derjenige, der einen Hüftschwung machen muss. Das ist durchaus ein Antrieb. Ich hoffe, dass mir dieser Antrieb nicht fehlt, wenn ich keine Tournee mehr mache.

Der Hüftschwung funktioniert noch gut?
Er funktioniert immer noch sensationell. Wie in alten Tagen.

Würden Sie in der heutigen Zeit noch einmal in die Musik gehen?
Es ist heute sehr schwierig geworden, etwas Neues zu machen und einen Verkaufserfolg zu haben. Deswegen würde ich heute wohl eher Autorennfahrer werden.

 

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