Promi-Zahnarzt wollte sie erschießen Mordversuch: Ihre Zähne bremsen die Kugel

Mit solcher Munition wurde auf Sandra W. von ihrem damaligen Freund geschossen. Foto: API

Wie es der Freundin nach der dramatischen Nacht geht – die Polizei vernimmt sie bereits. Es scheint als hätten ihre Zähne die Kugel ausgebremst.

 

München - An diesem Wochenende ist im feinen Bogenhausen vieles anders. Menschen sitzen am Frühstückstisch in ihren Prachtbauten und erfahren aus der Zeitung, was nur wenige Meter entfernt stattgefunden hat.

„Zahnarzt schießt Frau in den Mund“, titelt die Abendzeitung. Einige Herzogpark-Ladys fragen sich, was wohl passiert wäre, wenn sie am Donnerstag um Mitternacht mit ihrem Hund nochmal rausgegangen wären – hätte sie ein Schuss treffen können? Auch vor den schweren Haustüren mit den vielen Alarmanlagen ist auf einmal erstaunlich viel los. Fußgänger, denen man schon auf den ersten Blick ansieht, dass sie hier nicht wohnen, schleichen umher. Teils ängstlich, teils neugierig.

Viele wollen einen Blick auf die Villa werfen, in der das Unfassbare passiert ist. Sie stehen vor der versiegelten Türe, schütteln den Kopf. Die kleine, heile Welt hat einen großen Knacks bekommen.

Wildfremde diskutieren miteinander, wie es wohl der armen Frau gehen mag. Wie es überhaupt zu diesem schrecklichen Beziehungs-Drama kommen konnte (siehe oben). Wie der sonst so freundliche Promi-Zahnarzt Klaus H. nur derart austicken konnte. Fragen über Fragen. Eine erste Antwort gibt es, was das Opfer betrifft.

Sandra W. (37), die nach dem Schuss in einer Münchner Klinik liegt und noch am Freitag notoperiert wurde, geht es den Umständen entsprechend. Sie kann Besuch empfangen und wird von der Polizei vernommen. Schwer traumatisiert sei sie. Doch die Kugel, die ihr der Vater des gemeinsamen Kindes mit der Pistole in den Mund schoss, konnte ohne Komplikationen entfernt werden.

Nach AZ-Informationen haben ihre Zähne ihr das Leben gerettet. Sie bremsten das Projektil direkt nach dem Einschuss. Zusätzlich hatte sie viel Glück, dass ihre Halsschlagader nicht getroffen wurde.

Mordversuch: „Bunte“-Chefin alarmiert die Polizei

Offenbar kann sie die Klinik schon bald verlassen. Dann wird Sandra W. genau das tun, was Klaus H. verhindern wollte: Sie wird mit der Tochter in ihre neue Wohnung ziehen. Weg aus Bogenhausen, wo die Welt stets friedlich scheint, es aber manchmal so überhaupt nicht ist.

 

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