Projekt hakt noch in München Wohnungstausch: Wie lassen sich Mieter dafür gewinnen?

Auf dem Papier sieht ein Wohnungstausch ganz einfach aus - doch in der Realität ist ein solches Vorhaben äußerst kompliziert. Foto: Sigi Müller

Noch ist das Projekt Wohnungstausch in München nicht richtig angekommen. Das städtische Sozialreferat will dazu nächstes Jahr Ideen bekannt geben.

München - Senioren, die allein in ihren viel zu großen Wohnungen leben, weil die Kinder längst ausgezogen sind und dann vielleicht auch noch der Partner gestorben ist. Auf der anderen Seite: junge Familien, denen die kleine Wohnung zu eng wird, wenn neuer Nachwuchs kommt. Von beidem gibt es viel in München. Natürlich drängt sich da der Gedanke auf: Warum tauschen die Betroffenen nicht einfach die Wohnung?

Aber so einfach ist es nicht. Zum einen ist schwer zu klären, wie viele Ältere allein in ihrer Wohnung leben. Nicht einmal die städtischen Wohnungsbaugesellschaften Gewofag und GWG führen Daten dazu.

Zum anderen lässt sich längst nicht jeder ältere Mensch einfach so verpflanzen. Schon deshalb, weil ein neuer Mietvertrag in einer anderen Wohnung (fast) immer teurer kommen wird, als der jahrzehntealte.

Zuletzt hat die Bayernpartei (nach anderen Fraktionen im Rathaus) beim Sozialreferat nachgehakt, wie sich das Thema "Wohnungstausch" anschieben ließe. Mit finanzieller Hilfe beim Umzug etwa, mit Mietausgleich, falls es teurer wird. Für 2019 plant das Sozialreferat eine Bekanntgabe dazu im Stadtrat. Auch über Projekte zum Thema, die "noch nicht ausreichend bekannt" sind.

 

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