Projekt der Urbanauten Ein Fußgängerboulevard entlang der Isar

Wie einst auf der Abbey Road: Der Arbeitskreis "Isarlust" posiert für mehr Raum zum flanieren. Von Links: Helmut Steyrer vom Münchner Forum, Pfarrer Rainer Schießler von St. Maximilian, Benjamin David von den Urbanauten mit Sohn Xaver, Grünen-OB-Kandidatin Sabine Nallinger, Pfarrer Helmut Gottschling von St. Lukas, zwei spontane Damen, der ehem. Vorsitzende des BA 3 Maxvorstadt Klaus Bäumler, Christian Hierneis vom Bund Naturschutz, Andreas Schuster von Green City, Paul Bickelbacher von FUSS e.V. und Wolfgang Czisch vom Münchner Forum, Foto: Urbanauten/Juri Gottschall

Autos raus, Fußgänger rein: Die Isarparallelen sollen zeitweise zur Flaniermeile werden. Partys, Programm und Kommerz sind aber nicht geplant.

 

Lehel - Flanieren und spazieren, radeln und spielen auf einer großen Promenade – vor hundert Jahren konnten die Münchner das entlang der Isar. Geht es nach den Urbanauten soll das diesen Sommer wieder möglich sein, zumindest zeitweise.

Der Plan nimmt bereits Gestalt an.

Mit einer großen Schar von Unterstützern, wie dem Münchner Forum, Green City, den Pfarreien St. Lukas und St. Maximilian und den Bezirksausschüssen Altstadt-Lehel und Isarvorstadt, wurden am Donnerstag vor Ort die konkreten Forderungen besprochen.

Die Idee: An einem Wochenende im Juni oder Juli und den ganzen August über sollen die Wittelsbacher-, Erhard- und Steinsdorfstraße für den Verkehr gesperrt sein und nur den Fußgängern gehören.

Das Ganze soll aber kein Straßenfest werden. „Es wird keine Würstlbuden, Musikbühnen oder irgendein Programm geben“, sagt Benjamin David von den Urbanauten.

Die Grünen-OB-Kandidatin Sabine Nallinger versprach, den Pilotversuch in dieser Form in die Vorlage der Planungsausschusssitzung am 8.Mai einzubringen.

Im Juni entscheidet dann entscheidet der Stadtrat.

  Die Idee einer temporären Öffnung der Isaruferstraßen für Fußgänger ist dabei nicht neu: schon vor fünf Jahren haben die Grünen auf Initiative der Urbanauten und des Münchner Forums dazu einen Antrag gestellt. Der kreiste seitdem durch die Referate.

Sabine Nallinger ist zuversichtlich, dass die breite Zustimmung der beteiligten Organisationen und  Bürger eine Umsetzung der Idee erleichtert:  “Wir machen ein Rechts - und Verkehrsgutachten nach dem anderen. Diese Expertise ist notwendig. Aber jetzt müssen wir auch mal zur Tat schreiten und es einfach einmal ausprobieren!"

In anderen Ländern, wie Italien, Spanien und Frankreich sind solche temporären Nutzungen von Straßen längst üblich. In Deutschland wäre so ein Projekt eine Premiere. 

 

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