Premiere am 14. Januar Macbeth in der Black Box im Gasteig

Szenenbild aus Macbeth. Foto: ho

William Shakespeare – kein anderer Dichter vermochte Alt und Jung gleichermaßen für menschliche Schicksale zu begeistern. Am Samstag, 14. Januar feiert die Theatergruppe Plan B unter der Regie von Andreas Wiedermann die Premiere von Shakespeares berühmtem Werk „Macbeth“.

 

München - Dies wird der erste Teil der „Trilogie der Macht“, die in den nächsten Jahren verwirklicht werden soll. Mit 30 Miwirkenden bringt Theater Plan B Andreas Wiedermanns Inszenierung von William Shakespeare's „Macbeth“ auf die Bühne der Black Box im Gasteig. Der musikalische Leiter der Operncompagnie Opera Incognita, Ernst Bartmann, komponierte dazu die Musik für Percussion und Synthesizer.

„Blut will Blut“. Zu diesem Schluss kommt Macbeth am Ende des dritten Aktes, nachdem ihm der Geist seines toten Freundes leibhaftig erschienen ist. Blut ist die zentrale Metapher für Leben, Tod, Gier, Wahn und Furcht in diesem an Metaphern nicht eben armen Stück, das Auftsieg und Fall in scharf konturierten Bildern von fast filmischer Dichte zeigt. Konsequent verzichtet diese Inszenierung deshalb auf allzu naturalistische Darstellung von Gewalt, denn Shakespeare hatte, anders als in den frühen Splatterdramen vermutlich eine andere, elementarere Dramaturgie im Sinn als die des puren Ausstellens von Gewalt. Nicht umsonst gelangen ihm für dieses „schottische Stück“ seine rätselhaftesten und apokalyptischsten Texte voll Nihilismus und sprachlicher Brillanz.

„Blut will Blut“ als Menetekel für die heutige Zeit

Die Abgründe sind voll erlesener poetischer Schönheit. Die Welt erscheint uns heute aus den Fugen wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Allein deshalb ist die Geschichte Macbeths, der sich über die Ernennung zum König bestätigt sieht und an der Maximierung seines persönlichen Glücks zerbricht, unsere eigene. „Blut will Blut“ – diese fatalistische Weltsicht könnte uns heute, da wir auch im Kleinen über Leichen zu gehen gelernt haben, moralischer Anspruch und Menetekel zugleich sein, wäre da nicht unsere Abneigung gegenüber jeglicher Form von Spiritualität. „Macbeth“ ist aber ohne die „Schicksalsschwestern“ kein denkbarer Text, Macbeths Welt ohne den Glauben an Mythen und Legenden eine armselige.

Die Version von Theater Plan B spielt dieses Stück als großes Volkstheater, in dem Profischauspieler und ambitionierte Amateure auf einer Bühne in vielen Diktionen und Sprechweisen zusammenfinden, ähnlich wie dies in Shakespeare's „Globe“ vor über vierhundert Jahren der Fall gewesen sein muss.

Mit Titus Horst, Nicole Lohfink, Martin Schülke u.v.a.

Premiere: 14. Januar 2017, 20.00 Uhr.
Weitere Vorstellungen: 20. sowie 21. Januar

Kartenvorverkauf: www.muenchenticket.de oder an der Abendkasse

 

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