Preisverleihung in München Bayerischer Fernsehpreis ohne Ehrenpreisträger und Gastgeber

Am Freitagabend wurde im Prinzregententheater der Bayerische Fernsehpreis verliehen. Hier gibt's die Bilder. Foto: dpa

Kein Ehrenpreisträger, kein Ministerpräsident. Der Bayerische Fernsehpreis musste in diesem Jahr ohne zwei Protagonisten auskommen. Gefeiert wurde trotzdem.

 

München -Der Bayerische Fernsehpreis hat in diesem Jahr ohne seinen Ehrenpreisträger auskommen müssen – und ohne den Gastgeber. Kult-Ostfriese Otto Waalkes (65), als „Urgestein der deutschen Fernsehunterhaltung“ für den Ehrenpreis auserkoren, wollte ihn am Freitagabend nicht persönlich in Empfang nehmen. „Er ist terminlich verhindert“, sagte eine Sprecherin der Staatskanzlei. Sein Freund Willy Bogner werde den Preis stellvertretend für ihn annehmen. Auch Ministerpräsident Horst Seehofer ließ sich von der bayerischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (beide CSU) vertreten.

Ausgezeichnet wurde unter anderem Moderator Kai Pflaume. Er erhielt den Preis als Gastgeber der ARD-Reihe „Zeig mir Deine Welt“. In der Sendung begleitet er Menschen mit Down-Syndrom. „Damit gelingt es Kai Pflaume, sich dem wichtigen Thema Menschen mit Behinderung auf völlig neue Weise zu nähern“, urteilte die Jury. „So entstehen Situationen und Geschichten, wie man sie im Fernsehen selten sieht.“

Auch die ZDF-Satire „Lerchenberg“ und die ProSieben/Sat.1-Tanzsendung „Got to Dance“ wurden ausgezeichnet. Die Produzenten von „Lerchenberg“ bekamen einen Nachwuchspreis, bei „Got to Dance“ wurde die Jury aus Palina Rojinski, Nikeata Thompson und Ex-Take-That-Star Howard Donald geehrt.

Preise räumten außerdem der ARD-Film „Willy Brandt – Erinnerungen an ein Politikerleben“, der ntv-Mehrteiler „Von Spreewaldgurken bis FKK - Die DDR privat“ und der gefeierte Münchner Polizeiruf „Der Tod macht Engel aus uns allen“ ab. Kameramann Gero Steffen wurde für den Dortmunder Tatort „Auf ewig dein“ ausgezeichnet. Auch der Regisseur der ARD-Serie „Weißensee“, Friedemann Fromm, konnte sich über einen Preis freuen.

 Die Schauspielerin Gisela Schneeberger wurde für ihre Rolle in der BR-Serie „Im Schleudergang“ in der Kategorie Serien ausgezeichnet. „Wir haben schon so manche Schlacht miteinander geschlagen. Dich kann man nur lieben“, sagte Laudator Friedrich von Thun. Schneeberger selbst schob ihren Erfolg eher auf ihr vergleichsweise bescheidenes Outfit: „Immer, wenn ich kein Wallekleid anhab, gewinne ich einen Preis“, sagte sie.

Bei den Männern ging der Preis für den besten Schauspieler in einer Serie oder Reihe an den Schauspieler Alexander Held. Er wurde für seine Rolle in der ZDF-Serie „München Mord“ ausgezeichnet. Er widmete den Preis in einer rührenden Ansprache seiner Frau Patricia, der er kürzlich ein rotes Kleid auf ihre „letzte Reise“ habe mitgeben müssen.

 

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