Poschner, Ismaik, Mayrhofer Das sagt eine Gesichtsleserin über die Löwen-Bosse

Auf dem Tisch liegt ein Foto von Bayern-Trainer Pep Guardiola: Für die AZ hat Tatjana Strobel auch in den Gesichtern der Löwen-Bosse gelesen. Foto: Petra Schramek

Tatjana Strobel ist Bestseller-Autorin und Gesichtsleserin. Exklusiv für die AZ studiert sie die Antlitze der Löwen-Chefs. Was sie dabei über Poschner, Mayrhofer, Ismaik und Fröhling herausgefunden hat.

 

München - Sie schaut einen an. Interessiert, durchdringend, so als wolle, als könne sie einem direkt in die Seele blicken: Tatjana Strobel. Dieser Blick, das Gegenüber als Buch, das ist ihre Profession. Der aparte Rotschopf ist Physiognomie-Expertin und hat gerade das Buch mit dem Titel „Der Blick hinter die Maske – was uns Gesichter verraten“ veröffentlicht. Strobel ist Gesichtsleserin. „Das ist nichts, was ich erfunden habe. Diese Lehre ist über 2000 Jahre alt. Die Wurzeln liegen in Indien und China“, sagt sie und erklärt weiter: „Es gibt mehr als 300 Merkmale im Gesicht eines Menschen, die auf die Persönlichkeit und Charaktereigenschaften schließen lassen.“

Sie hat zur Analyse das sogenannte Fingerabdruck-System entwickelt. Das legt seinen Schwerpunkt nicht nur auf das Gesicht, sondern bezieht sich auch auf Körpersprache, Mimik, Stimme, Kleidung, Handlungsweisen und Bewegung.

Daraus haben sich vier Grundtypen ergeben: Macher, Rationale, Emotionale und Visionäre.

Die AZ traf sich mit Strobel und ließ sie in den Gesichtern der Löwen-Bosse lesen

Sportchef Gerhard Poschner:
"Ein kantiges Gesicht mit vielen Macher-Tendenzen. Er ist bissig. Er sagt gnadenlos, was er denkt. Er hat eine Befehlsfalte und perfektionistische Tendenzen. Da muss man sich warm anziehen, kein einfacher Charakter. Er ist lösungsorientiert, wenn es sein muss, gleichzeitig ein bisschen verrückt und durchgeknallt, will andere Lösungswege aufzeigen. Ein Touch vom Visionär ist drin. Er schaut genau hin, behält den Weitblick. Ein Erbsenzähler, der aber Lösungen und die Vision sieht. Die Augenbrauenlinie symbolisiert, ähnlich wie bei (den Bayern-Bossen) Hoeneß und Rummenigge, Mephisto. Er kann sehr klar kommunizieren.“

Präsident Gerhard Mayrhofer:
„Mayrhofer ist Poschner sehr ähnlich. Auch bei ihm ist der Trichter zu erkennen. Er ist in der Lage, alle Ideen so zu filtern, dass sie am Ende Sinn machen. Ihn zeichnen eine gute Belastbarkeit, starker Wille und das Bedürfnis nach Abwechslung aus. Vor allem ist er kantig, genau wie Poschner.“

Investor Hasan Ismaik:
„Er ist der Typ Macher und Visionär. Ismaik verkennt man. Er sieht ganz lieb und kuschelig aus. Er kann allerdings beißen. Das glaubt nur keiner. Er hat eine gute Struktur und Klarheit für sich, die man nicht sofort erwartet. Er schaut genau hin und kann unterschiedliche Blickwinkel einnehmen, hat sehr viel Temperament und Leidenschaft. Er versteckt auch viel. Durch seinen Vollbart sieht man viele Bewegungen der unteren Gesichtshälfte nicht richtig. Das ist auf jeden Fall ein lustiges Trio. Hand in Hand arbeiten sie nicht. Jeder hat seine ihm eigene Philosophie und seinen eigenen Schwerpunkt.“

Trainer Torsten Fröhling:
„Er hat ein typisches Gesicht, das ausdrückt: Ich habe viel erlebt in meinem Leben – und leider nicht nur Positives. Da steckt einiges an Frustration und negativen Themen drin. Rechts ist eine deutlich stärkere Faltenbildung zu erkennen, was darauf hindeutet, dass er beruflich schon viel mitgemacht hat. Er wirkt nicht glücklich. Er hat immer neue Ansätze und braucht Abwechslung. Er schaut genau hin. Er überdenkt seine Entscheidungen und ist keiner, der sie spontan trifft, sondern gerne nochmal eine Nacht darüber schläft. Er hat auch die Befehlsfalte."

 

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