Pop Derbes vom hintern Deich

Ina Müller und Teile ihrer Band. Foto: Dorothee Falke

Eine blondgekringelte Ina Müller frotzelt sich zotenreich durch die Olympiahalle

 

Sex, Cellulitis, Hängehoden – Ina Müller nimmt kein Blatt vor den Mund. Samstagabend sorgte die norddeutsche Moderatorin und Sängerin in der Olympiahalle für derbe gute Stimmung. Die 47-Jährige lästerte über Männerbäuche – „Sieht aus, als hättet ihr ’ne Bombe verschluckt und unten hängt noch die Lunte” – und besang Männer Mitte 20, die noch nicht „ranzig, feist und fies” sind.

Nach dem ersten Song „Paparazzia” aus ihrer neuen CD „Das wär dein Lied gewesen” („doch du reichst nicht mal für zweieinhalb Zeilen”) ist Ina Müller da, wo sie am liebsten ist: mittendrin im 7000-Mann-und-Frau-starken Publikum. Spontan und schlagfertig frotzelt sie über Gast David (englisch ausgesprochen) aus Hamburg: „Mein Gott, was waren das noch für Zeiten, als die Jungs Uwe hießen.”

Neben gesungenen Weisheiten wie „Immer wenn ich Britt popp” verteilte die blondgekringelte Ina auch praktische Lektionen: Der „Pin” bedeutet auf Plattdeutsch nämlich nicht nur die Geheimzahl für die EC-Karte, sondern auch „kleiner Penis”. Und daher: „Männer, wenn ihr mal ’ne Freundin im hohen Norden habt: Sagt bloß nie ,Ich habe meinen Pin vergessen…’”

Die Entertainerin vom hintern Deich verriet zudem, dass sie liebend gern mit einer Bayerin tauschen würde – und zwar mit Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner, „weil die morgens um acht Uhr auf der Grünen Woche schon das erste Bier kippen darf”. Kein Wunder, wo Ina Müller schließlich auf dem Land aufgewachsen ist, „wo Komasaufen nichts anderes ist als Vorglühen”.

Nach zwei Stunden ist dann Schluss mit Lustig: Ina Müller verabschiedet sich im weißen Udo-Jürgens-Bademantel mit Gassenhauern wie „Lieber Orangenhaut (statt gar kein Profil)” und „Wo sind die einfachen Männer hin?” und sagt „Tschüss!”.

 

0 Kommentare