Polizeiruf-Regisseur zur Brutalität im Film Leander Haußmann: "Morde werden meist von Laien verübt"

Im BR-Polizeiruf am Sonntagabend wird eine Frau brutal überfahren. Warum diese Szene so extrem geworden ist, begründet Regisseur Leander Haußmann mit der Realität. Gleichzeitig erinnert der Filmemacher daran, dass es ja nur Filmblut ist.

 

Filmemacher Leander Haußmann hat beim "Polizeiruf 110: Kinderparadies", der am heutigen Sonntagabend im Ersten läuft, Regie geführt. Warum sein Krimi so besonders brutal ist, erklärt der 54-Jährige der "BamS" so: "Meistens wird ein Mord von Laien verübt. Und das dauert oft lang und tut auch sehr weh. ich finde, man darf da nichts stilisieren." Gleichzeitig erinnert er aber auch daran, dass es ja nur Filmblut sei und dass der Zuschauer "viel abgehärteter ist als noch vor einigen Jahren", und dem müsse man gerecht werden.

Dass der Polizeiruf mit Matthias Brandt und Annika Kuhl, der Freundin von Leander Haußmann anders werden würde, war mit der Verpflichtung des Regie-Stars ("Herr Lehmann") klar. Wie extrem er ist, davon können sich die Leser seines im Oktober erscheinenden Buches "BUH" überzeugen. Im Interview mit der "Welt am Sonntag" erklärt er seine exzessive Trinkerei so: "Wasser trinken macht mich auf Dauer depressiv."

Auch zwischenmenschlich scheint Haußmann nichts fremd zu sein. "Wenn man liebt, muss man kontrollieren. Wenn ein Tagebuch rumliegt und der Schlüssel daneben, dann gucke ich auch rein. Genauso verhält es sich mit dem E-Mail-Account meiner Freundin." Die stört es offenbar aber nicht zu sehr, denn die beiden sind seit 16 Jahren ein Paar. Dank seiner exzessiven Lebensweise war er auch schon mal am Abgrund. Mit "Burn-out" ließ er sich in eine Klinik einweisen. Weil er sich nicht an die Regeln halten wollte, wurde Leander Haußmann als "nicht therapierbar" entlassen, wie er der "Welt am Sonntag" weiter verriet.

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