Polizei zieht erste Bilanz Blitzermarathon: So viele Münchner waren zu schnell unterwegs

Die Polizei zählte wieder etliche Raser. Foto: Matthias Balk/dpa

24 Stunden lang hielt die Polizei in Bayern und mehreren anderen Bundesländern nach Temposündern Ausschau. Jetzt ist der Blitzermarathon vorbei und die Münchner Polizei zieht eine erste Bilanz.

 

Altstadt - Nach dem 24-stündigen Blitzmarathon seit Mittwoch um 6 Uhr in der Früh zieht die Münchner Polizei am Donnerstag eine erste Bilanz.

Das Ergebnis: An 62 Kontrollstellen (geblitzt wurde bis am Donnerstag um 6 Uhr) haben die Beamten insgesamt 877 Geschwindigkeitsverstöße beanstandet (im Vorjahr waren es 794).

Einen Ausreißer gab es: Am Mittwochvormittag wurde ein 40-jähriger Autofahrer mit seinem Mercedes in der Ständlerstraße mit 120 Stundenkilometer geblitzt, so die Polizei - erlaubt ist dort Tempo 60. "Den Fahrer erwarten nun ein Bußgeld von 280 Euro, zwei Punkte im Fahrzeugzentralregister und zwei Monate Fahrverbot."

Überhöhte Geschwindigkeit die häufigste Ursache tödlicher Unfälle

Neben den Geschwindigkeitsverstößen seien zudem 146 "sonstige Verkehrsverstöße" festgestellt worden. "Die betreffenden Fahrzeugführer mussten unter anderem wegen nichtangelegtem Sicherheitsgurt oder der Benutzung eines Mobiltelefons beanstandet werden. Ein weiterer Fahrzeugführer war nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis. Er wurde wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis angezeigt. Zwei weitere Kraftfahrer führten ihr Fahrzeug unter dem Einfluss von Drogen. Sie wurden wegen Drogen am Steuer angezeigt."

Das Fazit der Münchner Polizei nach dem bayernweiten Blitzmarathon ist recht ernüchternd: "Trotz der intensiven öffentlichen Ankündigung mit Bekanntgabe aller Kontrollstellen wurde dennoch in vielen Fällen die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten." 

Die Beamten bitten um Rücksichtnahme im Straßenverkehr  - nach wie vor sei überhöhte Geschwindigkeit die häufigste Ursache tödlicher Unfälle.

 

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