Polizei sucht Zeugen in zwei Fällen Abgedrängt: Unfallverursacher lassen Verletzte einfach zurück

Einer der beiden Unfälle mit Fahrerflucht passierte an der Görres- Ecke Zentnerstraße in der Maxvorstadt. Foto: Google Streetview

Zwei Fälle von Fahrerflucht beschäftigen derzeit die Polizei: Ein Motorradfahrer und ein Radfahrer haben sich vom Unfallort entfernt. In beiden Fällen gab es Verletzte.

München - Am Donnerstag sind im Stadtgebiet zwei Unfälle passiert, bei denen sich die Unfallbeteiligten aus dem Staub gemacht haben, ohne sich um die Verletzten zu kümmern.

Fall 1: Riskantes Überholmanöver endet in parkendem Auto

Am Donnerstag fuhr ein Radlfahrer (56) auf dem Radweg in der Görresstraße in Richtung Zentnerstraße stadtauswärts. Als er die Kreuzung zur Zentnerstraße erreicht hatte, wollte er geradeaus darüber fahren. Direkt hinter ihm war ein anderer Radler. Der 56-Jährige musste an der Kreuzung einem parkenden Auto ausweichen, das direkt vor der Einmündung zum Radweg stand. Unglücklicherweise passierte das genau in dem Moment, in dem der andere Radfahrer zum Überholen ansetzte.

Er fuhr so dicht an dem 56-Jährigen vorbei, dass dieser dem parkenden Auto nicht mehr ausweichen konnte, ohne mit dem anderen Radfahrer zu kollidieren. Der 56-Jährige krachte frontal in den hinteren Kotflügel des Autos. Nach dem Aufprall stürzte er auf die Fahrbahn. Der überholende Radfahrer fuhr laut Polizei einfach weiter, ohne sich um den Gestürzten zu kümmern.

Der Mann hatte sich durch den Sturz leicht verletzt und wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Einen Fahrradhelm hatte er zur Unfallzeit nicht getragen. Am Fahrrad ebenso wie am geparkten Fahrzeug entstand ein Sachschaden. Der Flüchtige ist männlich und zwischen 20 und 30 Jahren alt.


Zeugenaufruf der Polizei: Personen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang, insbesondere zum unfallflüchtigen Radfahrer, machen können, werden gebeten, sich mit dem Unfallkommando, Tegernseer Landstraße 210, 81549 München, Tel.: 089/6216-3322, in Verbindung zu setzen.


Fall 2: Motorradfahrer drängt Mofafahrer in Auto

Ebenfalls am Donnerstag gegen 13.55 Uhr schlängelte sich ein Motorradfahrer in Ludwigsfeld mit seiner Maschine an langsam fahrenden Fahrzeugen in der Dachauer Straße vorbei in Richtung der Haltelinie einer Ampel.

Er wechselte laut Polizei den Fahrstreifen, um an einem Mofafahrer vorbeizufahren. Der Mofafahrer, ein 60-Jähriger, musste allerdings nach rechts ausweichen, um einen Crash mit dem vorbeifahrenden Motorradfahrer zu verhindern. Beim Ausweichen übersah der 60-Jährige ein wartendes Auto und fuhr hinein. Durch den Aufprall stürzte der Mofafahrer auf die Fahrbahn. Dabei wurde er leicht verletzt und musste in einer Klinik behandelt werden. Das Mofa wurde bei dem Unfall leicht beschädigt, genauso wie das Auto.

Der Motorradfahrer fuhr laut Polizei einfach weiter und das obwohl er nach aktuellem Ermittlungsstand bemerkt hatte, dass der Mofafahrer wegen ihm einen Unfall gebaut hatte. Die Polizei hat sein Kennzeichen und ermittelt nun gegen den Flüchtigen: Es handelt sich um einen 65-Jährigen Mann aus München. Er kassierte eine Anzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, unerlaubten Entfernens vom Unfallort und fahrlässiger Körperverletzung.

Bis zum Ende der Unfallaufnahme war die Dachauer Straße vor der Kreuzung zur Karlsfelder Straße für knapp zwei Stunden gesperrt.


Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang machen können, werden gebeten, sich mit dem Unfallkommando, Tegernseer Landstraße 210, 81549 München, Tel.: 089/6216- 3322, in Verbindung zu setzen.

 

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