Polizei sucht nach Zeugen Mit Absicht falsch gefahren: Geisterfahrer auf der A96

Der Polizei zufolge fuhr der 28-Jährige absichtlich falsch auf die Autobahn. (Symbolbild) Foto: Tobias Hase/dpa

Am vergangenen Freitag hat ein Geisterfahrer auf der A96 für Aufregung gesorgt. Zu einem Unfall kam es glücklicherweise nicht. Später stellte sich heraus, dass der 28-Jährige offensichtlich in voller Absicht falsch auf die Autobahn gefahren ist.

 

Landsberg am Lech - Die Verkehrspolizei Fürstenfeldbruck sucht wegen eines Geisterfahrers auf der A96 nach Zeugen.

Geisterfahrer auf der A96 unterwegs

Demnach ist ein 28-jähriger Mann aus dem Landkreis Ostallgäu am vergangenen Freitagnachmittag (15 Uhr) mit seinem blauen VW Golf an der Anschlussstelle LL-West falsch auf die A96 gefahren. Auf der Richtungsfahrbahn Lindau fuhr er entgegen der Fahrtrichtung in Richtung München. Dabei benutzte er hauptsächlich den Standstreifen, laut Polizei war er jedoch teilweise auch auf der rechten Fahrspur unterwegs. An der Anschlussstelle Windach fuhr er dann wieder von der Autobahn ab. Während der Geisterfahrt kam es glücklicherweise zu keinem Zusammenstoß mit einem anderen Fahrzeug.

Im Rahmen der Fahndung konnte eine Streife der Landsberger Polizei den Gesuchten in Penzing anhalten. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der Fahrer unter einer psychischen Erkrankung leidet und sich deswegen bereits in ärztlicher Behandlung befindet. Er stand unter Medikamenteneinfluss und ist erst vor kurzer Zeit als Geisterfahrer auffällig geworden. Wie die Polizei berichtet, war er in voller Absicht falsch auf die Autobahn gefahren.

Die Polizei beschlagnahmte noch vor Ort den Führerschein des 28-Jährigen, zudem wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Anschließend brachten ihn die Beamten in einer Psychiatrischen Klinik unter. Gegen den 28-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung eingeleitet.

Polizei sucht Zeugen

Die Polizei sucht jetzt nach Zeugen, denn möglicherweise kam es während der Geisterfahrt auf der A96 zu einer leichten Berührung mit einem entgegenkommenden Lkw. Zeugen, die hierzu Angaben machen können oder selbst durch den Falschfahrer gefährdet wurden, werden gebeten, sich bei der Verkehrspolizeiinspektion Fürstenfeldbruck unter Tel. 089/89118-0 zu melden.

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