Polizei kennt keinen Fall Falsche Warnung vor Rauchmelder-Kontrolleuren

Mit dieser Nachricht wird vor falschen Rauchmelder-Kontrolleuren gewarnt - doch der Polizei ist kein Fall bekannt. Foto: AZ-Montage/dpa

Warnungen vor falschen Rauchmelder-Kontrolleuren in München machen im Internet die Runde. Der Polizei ist jedoch kein solcher Fall bekannt.

 

München - Im Internet kursieren Meldungen, in denen vor falschen Feuerwehrleuten gewarnt wird. Eine Betrugsmasche. Die falschen Feuerwehrmänner verschafften sich angeblich unter dem Vorwand, sie müssten Rauchmelder kontrollieren, Zugang zu Wohnungen, um dann Geld, Schmuck und andere Wertgegenstände zu stehlen.

Die Warungen vor dieser angeblich neuen Betrugsmasche verbreiten sich über Facebook und WhatsApp immer weiter. Die Absender fordern den Empfänger auf, die Warnung weiter zu verbreiten und an möglichst viele Menschen zu schicken. So verbereitet sich der Wahnsinn immer weiter.

Der Polizei ist kein Fall bekannt

Tatsache ist, dass bisher kein einziger konkreter Fall bei der Polizei angezeigt wurde, bei dem ein Betrüger sich als Feuerwehrmann ausgab, und behauptete, er müsse die Rauchmelder in der Wohnung kontrollieren. "In München gibt es bisher keinen einzigen Fall", sagte ein Polizeisprecher zur AZ.

In ganz Bayern gibt es inzwischen Meldungen, in denen vor diesen Falschmeldungen gewarnt wird. Zuletzt in Waldkraiburg und in Kiefersfelden.

Die Feuerwehr kontrolliert nicht, ob Privatwohnungen mit Rauchmeldern ausgestattet sind. "Dazu haben wir keine rechtliche Handhabe", sagt ein Sprecher. Seit Januar müssen Privatwohnungen mit Rauchmeldern ausgestattet sein. Der Immobilienbesitzer muss dafür Sorge tragen, dass sie installiert sind. Der Bewohner muss dafür sorgen, dass die Geräte funktionstüchtig sind.

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