Polizei geht von Mord aus Freundin von vermisstem Mädchen: "Es gab viel Stress daheim"

Noch immer vermisst: Maria und ihre Tochter Tatiana. Foto: Polizei München

Neue Details im Münchner Vermisstenfall: Mitschüler berichten, die vermutlich ermordete Schülerin (16) sei oft "sehr traurig" gewesen.

 

München - Die Mordkommission geht davon aus, dass die Gymnasiastin Tatiana und ihre Mutter Maria Gertsuski aus Ramersdorf von Tatianas Stiefvater Roman H. (44) getötet wurden.

Doch die Leichen der Frauen wurden bislang nicht gefunden. Die Absuche eines zwei Quadratkilometer großen Areals im Truderinger Wald ging am Freitag ohne Fund zu Ende. Wo als Nächstes gesucht wird, sei noch nicht entschieden, hieß es am Sonntag von der Polizei.

Tanja fehlte unentschuldigt in der Schule

Berichte von Jugendlichen lassen vermuten, dass es in der Familie schon länger schwerwiegende Konflikte gab. In der Woche vor dem Verschwinden von Mutter und Tochter fehlte Tanja, wie sie auch genannt wurde, offenbar drei Tage unentschuldigt in der Schule. Erst nach mehreren Anrufen soll das Schulsekretariat erfahren haben, dass sie krank sei. Einigen Mitschülern sei das "suspekt" vorgekommen, äußerte sich ein Mädchen in einem Internetforum.

Tatiana soll sehr niedergeschlagen gewesen sein und mehrmals von Problemen gesprochen haben. Eine Mitschülerin berichtete, sie habe "viel Stress mit ihrer Familie" gehabt. Eine andere Freundin sagt zur AZ, Tanja sei zuletzt "oft sehr traurig" gewesen. Beide Mädchen berichteten, Tatiana habe ihre Mutter als sehr streng erlebt.

Am 12. Juli nahm die 16-Jährige an einem Schulausflug in den Bayerischen Landtag teil. Dies war das letzte Mal, dass ihre Mitschüler sie sahen.

 

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