Polizei fasst Autoschieber München: Geklaute Luxusautos ins Ausland verschoben

Eine Autoschieberbande hat in München geklaute Luxusautos wie BMW und Mercedes ins Ausland verschoben. (Symbolfoto) Foto: Matthias Balk/dpa

Polizei in München fasst einen der Schieber, als er einen Mercedes abholt. Das Auto sollte ins Ausland verschoben werden.

 

München - Die Masche der Auto-Mafia ist so simpel wie gewinnbringend. Die Gauner mieten beispielsweise an Flughäfen Luxuslimousinen. Statt sie wie vereinbart nach ein paar Tagen zurückzugeben, verschieben sie die Autos in der Zwischenzeit unbemerkt ins Ausland.

Autoschieber von Polizei gefasst

Am Münchner Hauptbahnhof hat das Kommissariat K51, zuständig für organisierte Bandenkriminalität, einen 42-Jährigen aus Serbien gefasst, als er bei einem Vermieter am Montag einen Mercedes (Wert 60.000 Euro) abholen wollte. Ein zweiter Wagen, ein Peugeot (40.000 Euro), den er ausgeliehen hatte, stand in einer Tiefgarage in der City bereit zur Abholung. Ein Komplize sollte das Auto ins Ausland schaffen.

Der 42-jährige Serbe hatte bei seiner Festnahme gefälschte Papiere dabei. Er gab sich unter falschem Namen als Kroate aus. Bei einer Überprüfung flog der Schwindel auf. Der Verdächtige sitzt inzwischen in U-Haft. Er schweigt, sagt kein Wort. Der 42-Jährige verrät weder seine Komplizen, noch woher er den gefälschten Ausweis hat. "Gegen ihn wird ermittelt wegen betrügerischen Erlangens von Fahrzeugen", sagt Polizeisprecher Ralf Etzel.

Auto-Mafia wollte sechs Autos verschieben

Die Fahnder des K51 hatten den Serben und seine Bande bereits seit Tagen im Visier. Die Gauner sollen in Wien, Maribor und in München an den jeweiligen Flughäfen bei verschiedenen Verleihfirmen teure Luxusschlitten reserviert haben. Das fiel Mitarbeitern zum Glück rechtzeitig auf. Die Firmen informierten die Polizei, dass man es möglicherweise mit Betrügern zu tun habe.

Insgesamt sechs Luxusautos, meist Modelle von Mercedes und BMW im Gesamtwert von über 300.000 Euro, wollte die Auto-Mafia ins Ausland verschieben.

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