Polizei ermittelt wegen Brandstiftung Dritter Brand in vier Tagen: Erneut Flammen in Mehrfamilienhaus

, aktualisiert am 04.09.2018 - 12:19 Uhr
In der Nacht brannte es in einem Mehrfamilienhause in Sendling. Die Feuerwehr musste mehrere Bewohner retten. Die Bilder. Foto: Thomas Gaulke

In der Karwendelstraße kam es in der Nacht auf Dienstag zu einem Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus – zum wiederholten Male. Mindestens drei Personen wurden verletzt.

Sendling - Ist hier ein Serientäter am Werk? Zum dritten Mal in nur vier Tagen brannte es in der Nacht in einem Mehrfamilienhaus in der Karwendelstraße. Bereits am 31. August und am 1. September hatte es binnen weniger Stunden jeweils in einem Keller des Hauses gebrannt.

Die Rauchentwicklung war so enorm, dass die Feuerwehr mehrere Bewohner in Sicherheit bringen musste. Die gesamte Straße war bereits verraucht, als die Einsatzkräfte anfuhren. Einige Bewohner hatten sich schon vor Eintreffen der Feuerwehr ins Freie gerettet. Da das Treppenhaus des sechsstöckigen Gebäudes bereits stark und die Wohnungen zum Teil leicht verraucht waren, mussten mehrere Personen mit der Drehleiter und Steckleiterteilen aus ihren Wohnungen gerettet werden.

Drei Bewohner bei Brand verletzt

Zwei Bewohner wurden mit Fluchthauben ins Freie gebracht. Ein 54-Jähriger, der sich selbständig aus seiner Wohnung begeben hatte, zog sich eine Rauchgasvergiftung zu und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Eine 71-Jährige und eine 68 Jahre alte Bewohnerin des Hauses konnten ambulant versorgt werden, auch sie hatten giftigen Rauch eingeatmet.

Die insgesamt 70 Einsatzkräfte von Freiwilliger und Berufsfeuerwehr konnten die Flammen mittels einer Wärmebildkamera finden und löschen. Anschließend wurde das gesamte Haus entraucht. Weil der Hausgang stark verrußt war, wurde den Bewohnern geraten, die Nacht nicht im Gebäude zu verbringen. Die Wohnungen gelten grundsätzlich aber als bewohnbar.

Die Feuerwehr schätzt den Schaden auf mehrere zehntausend Euro. Die Polizei geht von Brandstiftung aus, entsprechende Ermittlungen laufen.

 

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