Ermittler suchen Ursache Rathausbrand: Erschütternde Bilder am Tag danach

, aktualisiert am 26.11.2016 - 16:16 Uhr
Der Tag nach dem großen Feuer: Diese Bilder zeigen, wie verheerend die Flammen wüteten. Foto: dpa/Gaulke

Die Flammen sind gelöscht, der Schock sitzt tief: Der historische Teil des Straubinger Rathauses ist vollständig zerstört. Die Bürger zeigen sich entsetzt. Die Ursache für das verheerende Feuer ist weiter unklar.

 

Straubing - Auch einen Tag nach dem verheerenden Feuer im historischen Rathaus von Straubing ist die Brandursache weiter unklar. Die Feuerwehr war am Samstag weiter mit Sicherungsmaßnahmen des historischen Gebäudes beschäftigt. Nach Angaben der Stadt gab es aber "keine akute Einsturzgefahr". Erst in der Nacht war es der Feuerwehr gelungen, die Flammen zu löschen. Die Höhe des Sachschadens stand zunächst noch nicht fest.

Das Feuer hatte am Freitag große Teile des Rathauses zerstört. Die Flammen schossen nach Polizeiangaben bis zu 15 Meter hoch aus dem Dachstuhl des mehr als 600 Jahre alten Gebäudes. Die Feuerwehr bekämpfte den Brand mit zahlreichen Einsatzkräften. Verletzte gab es glücklicherweise nicht.

Christkindlmarkt eröffnet

Wegen des Brandes war auch die für Freitag geplante Eröffnung des Christkindlmarktes in unmittelbarer Nähe verschoben worden. Am Samstag gab es dann grünes Licht - allerdings blieben die Buden im Absperrungsbereich geschlossen. Bevor man den historischen, komplett zerstörten Teil des Rathauses gefahrlos betreten könne, müsse er erst einmal gesichert werden, sagte ein Polizeisprecher.

Nach Angaben der Stadt hatten die Bürger im Jahr 1382 das gotische Handelshaus erworben und es zum Rathaus umgebaut. Im 19. Jahrhundert wurde in dem dreigeschossigen Gebäude der gotische Giebel abgebrochen und eine neogotische Fassade errichtet.

Bewohner müssen mit Einschränkungen rechnen

Die niederbayerische Stadt kündigte an, es müsse wegen der Auswirkungen des Feuers mit erheblichen Einschränkungen gerechnet werden. Momentan sei man damit beschäftigt, die Daten- und Telefonanbindung im größtenteils unbeschädigten Verwaltungsgebäude wiederherzustellen. Für die Ämter aus dem historischen Teil suche man nach einer vorübergehenden Unterbringung.

Straubings Bürger zeigten sich am Samstag schockiert über den Brand in der Innenstadt. "Es ist eine Tragödie", sagte eine Frau am Samstag. Der Dachstuhl habe lichterloh gebrannt. "Es war ein Horrorbild." Oberbürgermeister Markus Pannermayr (CSU) zeigte sich dennoch zuversichtlich: "So schlimm das ist, wir packen an und wir werden wieder aufbauen."

 

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