Politik "Undemokratisch": OSZE-Kritik an Wahl in Weißrussland

Am Abend nach der Wahl: Proteste in Minsk Foto: dpa

MINSK - Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeitin Europa (OSZE) hat die Präsidentenwahl in Weißrussland alsundemokratisch und enttäuschend verurteilt.

 

Die Auszählung der Stimmen sei fehlerhaft gewesen, sagte der Chef der OSZE-Beobachtermission, der Deutsche Geert-Hinrich Ahrens, am Montagin Minsk. Zuvor hatte sich Amtsinhaber Alexander Lukaschenko zumvierten Mal in Folge zum Sieger der Präsidentenwahl küren lassen. DieBeobachter verurteilten auch die Festnahme der Präsidentenkandidatensowie von Hunderten Regierungsgegnern und Menschenrechtlern.

Die Stimmenauszählung sei fast zur Hälfte schlecht oder sehrschlecht gelaufen, hieß es in dem Urteil der Beobachter. „Diese Wahlkonnte Belarus nicht den Neustart geben, den das Land braucht“, sagteBeobachter Tony Lloyd.

Kritisiert wurde auch, dass die Staatsmedien Lukaschenko fast 90 Prozent der Zeit in den Nachrichten widmeten. Damit hätten die Wähler keine echte Auswahl gehabt. Zugleich lobtedie OSZE, dass alle Kandidaten zu einem früheren Zeitpunkt desWahlkampfes zumindest vorgestellt worden seien. (dpa)

 

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