Playmate über Finanz-Pleite Gitta Saxx in der AZ: Mein kurvenreiches Leben

Gefragtes Model, berühmtes Playmate: Gitta Saxx. Foto: dpa

Das Jahrhundert-Playmate blickt auf ein halbes Jahrhundert zurück – und packt in der AZ aus. Verbal. Sie erzählt, warum Männer vor ihr Angst haben und wie sie abhängig von einem Guru wurde

München - Sie ist das Jahrhundert-Playmate. Ein Titel, den wirklich nur sehr wenige tragen. Seit sich Gitta Saxx für den „Playboy“ auszog, hat sich in ihrem Leben so einiges verändert. Jetzt packt sie nochmal aus – verbal.
Heute erscheint ihre Autobiografie „Die Kurven meines Lebens“ (Nepa-Verlag, 19,95 Euro). Kurz vor ihrem 50. blickt die Jahrhundert-Nackte auf ein halbes Jahrhundert zurück.
In der AZ spricht sie nun freizügig – auch über Tiefschläge.
Gitta Saxx über. . .

MÄNNER
„Ach, ja. Die Männer. Damals, als ich das Jahrhundert-Playmate wurde, bekam ich plötzlich wahnsinnig viel Fanpost. Natürlich haben mich viele in eine Schublade gesteckt, dachten, ich sei das Jetset-Girl, der ein einziger Mann doch niemals genügen kann. Da baute sich zwischen den Männern und mir ungewollt eine Distanz auf. Deshalb war ich relativ lange Single.“

FELIX BAUMGARTNER
„Er war im wahrsten Sinne ein Überflieger, deshalb ging das mit uns beiden auch verhältnismäßig lange gut. Anderthalb Jahre waren wir zusammen. Für mich eine der längsten Beziehungen, die ich hatte. Als er gesprungen ist, habe ich für ihn gebetet. Ich hoffe, dass ich mich in Zukunft wieder verliebe. Diesmal in einen Mann, der nicht berühmt ist. Das wäre besser.“

IHREN TIEFEN FALL
„Es gab da einen Guru, ich möchte ihn nicht näher beschreiben. Einen Mann, der mich faszinierte. Als das bei mir mit der Öffentlichkeit losging, so 2000, war er da. Wir lernten uns kennen, mochten uns sehr. Aber da war nie etwas Sexuelles zwischen uns, wir waren kein Paar. Er hat mir mehr so eine Familienstruktur gegeben, hat mich unterstützt und mir den Rücken gestärkt. Ich habe ihm dafür Geld gegeben. Viel Geld, richtig große Beträge. Im Nachhinein verstehe ich es selbst nicht, aber damals habe ich es nie in Frage gestellt. Das war natürlich saublöd. Ich war richtig abhängig von ihm, bis zum finanziellen Ruin. Irgendwann, nach acht Jahren, stand ich auf roten Teppichen, zwang mich zu lächeln und wusste aber, dass ich nur 20 Euro für die nächste Woche zum Leben hab. Das war verdammt hart. Ich hatte nichts mehr, nur noch Schulden. Zum Glück löste ich mich von ihm.“

FREIZÜGIGKEIT
„Es ist komisch, aber im privaten Leben bin ich schüchtern. Ich sonne mich nicht oben ohne, gehe niemals nackt in die Sauna, sondern decke mich immer mit einem Tuch zu. Ich mag es nicht, wenn die Leute auf meinen Körper starren.“

KINDHEIT
„Meine Mutter gab mich zu Pflegeeltern, weil sie alleinerziehend war und arbeiten musste. Sieben Jahre war ich bei ihnen, nannte sie Oma und Opa, obwohl sie es nicht waren. Vielleicht habe ich deshalb eine tiefe Sehnsucht nach Familie.“

WÜNSCHE
„Mein Herz ist bereit für einen Mann. Ich wünsche mir, dass es da draußen irgendjemanden gibt, der mich so liebt, wie ich bin. Der nicht nur das Jahrhundert-Playmate liebt, sondern mich.“

DEN 50. GEBURTSTAG
„Puh, das ist schon eine Zahl, der ich mich bewusst stelle. Ich habe mich jahrelang jünger gemacht, jetzt stehe ich zu meinem Alter. Ich probiere, gesund zu leben, obwohl ich derzeit faul bin und keinen Sport mehr mache. Ich versuche, den Moment zu genießen, freue mich über leckere Fleischpflanzerl und eine lustige Party-Nacht mit meinen Freundinnen. Natürlich ist die finanzielle Situation noch schwierig. Ob ich allerdings 20 oder 20 000 Euro habe, das hat nichts mit meiner Glückseligkeit zu tun.“

 

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