Pläne in Ramersdorf Alter Ortskern: So verändert sich das Bermuda-Dreieck

So soll das alte Ramersdorf nach dem Entwurf von Goergens und Miklautz künftig aussehen. Foto: Simulation: G&M Architekten

Schöner, ruhiger, grüner: Die Erneuerung des historischen Ortskerns von Ramersdorf geht in die nächste Runde. Die AZ stellt die neuen Pläne vor.
 
Ramersdorf - So eine Lindenallee pilgert es sich doch gleich viel würdiger entlang. Maria Ramersdorf ist zwar eine der bedeutendsten Wallfahrtskirchen im Erzbistum München und Freising, begleitet wurden die Gebete dort bislang allerdings von lautem Straßenlärm. Das soll sich von kommendem Jahr an jedoch so langsam ändern.

 

Der historische Ortskern von Ramersdorf rund um die alte Wallfahrtskirche soll saniert werden. Das von Rosenheimer Straße, Innsbrucker Ring und Kirchseeoner Straße umschlossene Bermuda-Dreieck wird nach der Erneuerung ein ganz anderes Gesicht haben. Neben der Lindenallee sind nämlich noch eine ganze Reihe weiterer Maßnahmen geplant: Die bislang nach Fahrtrichtung getrennte Rosenheimer Straße soll zusammengelegt und so verschwenkt werden, dass sie im Norden mehr Abstand zur Kirche und im Süden mehr Abstand zur angrenzenden Wohnsiedlung hat. Zudem soll ein Supermarkt entstehen, zwei- bis dreigeschossige Gebäude für geförderten Wohnungsbau und eine Lärmschutzwand.

Verantwortlich für die neue Gestaltung ist das Architekturbüro Goergens und Miklautz, dessen Entwurf bereits vergangenen Herbst von einem Preisgericht zum Sieger eines Planungswettbewerbs gekürt worden ist. Gestern hat der Stadtrat das Referat für Stadtplanung nun damit beauftragt, den Entwurf detailliert ausarbeiten zu lassen.

Favorit auf den Auftrag ist dabei erneut das Architekturbüro Goergens und Miklautz. Womöglich schon in einem halben Jahr könnte dann feststehen, wie das historische Ramersdorf künftig aussehen wird. Was das Face-Lifting kostet, ist momentan dagegen noch reine Spekulation. In einer Studie aus dem Jahr 2009 wird alleine der Umbau der Rosenheimer Straße mit geschätzten sechs Millionen Euro veranschlagt.

An einen von Linden gesäumten Pilgerweg wurde damals noch überhaupt nicht gedacht.

 

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