Piräus-Held Holebas Holebas: „Was zur Hölle ist bei 1860 los?“

Rückkehr zu den Löwen ausgeschlossen: José Holebas Foto: firo/AK

Welch ein Aufstieg: Vor nicht allzu langer Zeit kickte José Holebas noch bei 1860, nun traf er gegen Dortmund in der Champions League und träumt von der EM.

 

München – Sein Aufstieg gleicht einem Märchen. Doch wie real dieses Märchen ist, hat der deutsche Meister Borussia Dortmund am Mittwochabend erfahren. Vor fünf Jahren spielte José Holebas noch in der Bezirksoberliga, doch nun, bei der 1:3-Pleite des BVB in Griechenland bei Olympiakos Piräus, schoss der ehemalige Löwe sein erstes Tor in der Champions League. Später knallte er noch einen Freistoß knapp neben das Tor – Holebas, im Sommer letzten Jahres mit Ex-1860-Trainer Ewald Lienen nach Piräus gewechselt, legte einen starken Auftritt hin in seinem dritten Spiel in der Königsklasse.

Schon vor dem Spiel sprach der Linksfüßer über seinen Wechsel und seinen Ex-Verein in einem Interview mit „Spox“, darin erzählte er, wie intensiv er die Löwen noch verfolgt: „Das scheint ja wieder das Gleiche wie jedes Jahr zu sein. Sie gewinnen ein paar Spiele, werden euphorisch und bekommen im nächsten Spiel gleich wieder die Hucke voll. Das verstehe ich einfach nicht. Schon als ich dort gespielt habe, war es einfach unerklärlich: Einmal haben wir den Gegner gnadenlos plattgemacht, im nächsten Spiel funktionierte plötzlich nichts mehr und man fragte sich: Was zur Hölle ist heute los?“

Eine Rückkehr zu den Löwen schließt Holebas aus, er sagt: „Manche Dinge im Verein kann ich einfach nicht mehr hören.“ Vielmehr hofft der 27 Jahre alte Aschaffenburger darauf, bald für die griechische Nationalmannschaft spielen zu dürfen. „Für Deutschland ist es zu spät. Aber dadurch, dass mein Vater Grieche ist, bekenne ich mich zu Griechenlands Nationalmannschaft. Und davon bin ich nicht mehr weit entfernt.“ Und weiter: „Ich wurde bereits darauf angesprochen. Man hat mir gesagt, ich sei eine Option. Aber es liegt an meinem Pass, der noch nicht fertig ist. Es wäre schon toll, bei der Europameisterschaft zu spielen.“ Spielt der ehemalige Sechzger so weiter wie am Mittwoch gegen Dortmund, kann sich sein märchenhafter Aufstieg tatsächlich fortsetzen. 

 

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