Piding Horror-Unfall im Wald: Rodler kracht gegen Baum

Ein Rodler ist schwer verunglückt und gegen einen Baum geprallt: Die Bilder vom Einsatz des BRK Berchtesgaden Foto: BRK Berchtesgaden

Unfall beim Schlittenfahren: Ein Mann (50) kommt von der Bahn ab und kracht gegen einen Baum. Retter finden den schreienden Mann schwer verletzt im Wald.

 

PIDING – Hätte der Verletzte nicht so laut geschrien, die Retter hätten ihn eventuell nicht mehr gefunden. Ein 50-jähriger Salzburger ist am Mittwochnachmittag bei der Abfahrt von der Moaralm mit seinem Holzschlitten schwer verunglückt. Der Mann war von der gut eingefahrenen Rodelbahn abgekommen, über die Böschung gestützt und gegen einen Baum geprallt, wie das BRK Berchtesgaden auf seiner Website berichtet.. Die Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger konnten ihn zusammen mit der Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ schwer verletzt retten.

Der Horro-Unfall hatte sich gegen 16.30 Uhr ereignet. Dem Salzburger gelang es noch, über Handy bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf abzusetzen, der Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ flog sofort los. Da der Verletzte mit schweren Becken- und Bauchverletzungen unterhalb der Forststraße im Wald lag, konnten ihn die Retter anfangs nicht finden.

„Christoph 14“ nahm sofort die Suche aus der Luft auf; die Bergwacht fuhr währenddessen nacheinander mit zwei Geländefahrzeugen von Urwies aus die schneebedeckte und teilweise vereiste Baumannstraße in Richtung Moaralm hinauf, berichtet das BRK. Der Mann konnte zwar über Handy-Funk-Zusammenschaltung der Leitstelle angeben, ob sich der Hubschrauber nähert oder entfernt, der Suchflug musste aber ohne Erfolg abgebrochen werden. Gerade als sich eines der Fahrzeuge im Schnee festgefahren hatte, hörten die Bergretter plötzlich jemanden im Wald schreien und eilten dem Verletzten sofort zu Hilfe.

Der Salzburger wurde vor Ort medizinisch versorgt. Im Geländefahrzeug brachte ihn die Bergwacht anschließend ins Tal, wo er in den Hubschrauber eingeladen und zum Salzburger Unfallkrankenhaus geflogen wurde. Acht Bergwachtleute waren rund eineinhalb Stunden lang gefordert.

 

0 Kommentare