Picknick gegen Lärm Proteste am Münchner Flughafen

Gegen Fluglärm demonstrierende Demonstranten picknicken am Samstag (24.03.12) am Flughafen Franz-Josef-Strauss in einem Teil der Abflughalle des Terminal 2. Foto: dpa

Mit einem Picknick in einem Terminal des Münchner Flughafens haben Demonstranten am Samstag gegen Fluglärm protestiert.

 

München – Die Aktion ist Teil der koordinierten Proteste, die an den sechs größten deutschen Flughäfen geplant waren. Am Münchner Airport hofften die Veranstalter auf 300 bis 500 Demonstranten im Laufe des Nachmittags.

Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, wurde jedoch weder mit Beeinträchtigungen für die Fluggäste noch mit Behinderungen des Verkehrs rund um den Flughafen gerechnet. „Wir wollen auch mal in Ruhe Brotzeit machen, was zu Hause nicht möglich ist, weil der Fluglärm unerträglich geworden ist“, sagte Hartmut Binner, Sprecher des Aktionsbündnisses AufgeMUCkt, der Nachrichtenagentur dpa.

Dazu breiteten die Demonstranten im Terminal 2 Tischdecken mit Sprüchen wie „Fluglärm macht krank“ auf dem Boden aus und packten ihre Brotzeit aus. Mit ihren Trikots mit dem Aufdruck „Koa Dritte“ machen die Protestierenden ihre Forderung klar: „Wir sind gegen den Bau einer dritten Startbahn“, sagte Binner. D

er Sprecher des Aktionsbündnisses warf den Entscheidungsträgern, die den weiteren Ausbau der deutschen Flughäfen befürworten, vor, bewusst in Kauf zu nehmen, dass mehr Menschen durch Lärm und Kerosinrückstände krank würden und eine kürzere Lebenserwartung hätten.

Das bezeichnet er als vorsätzliche Körperverletzung. Zu den Protesten erwartet wurden Mitglieder verschiedener Bürgerinitiativen gegen den Bau einer dritten Startbahn sowie Mitglieder des Bundes Naturschutz und des Aktionsbündnisses AufgeMUCkt.

 

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