Pessimistischere Aussichten Osram-Chef erwartet Einbruch in der Autoindustrie

Osram-Chef Olaf Berlien sieht die Absatzprognosen der Autoindustrie skeptisch. Foto: Matthias Balk/dpa

Frankfurt/Main - Der Vorstandschef des Leuchtmittelherstellers Osram, Olaf Berlien, erwartet einen starken Rückgang der weltweiten Autonachfrage.

 

"Die offiziellen Statistiken, mit der die gesamte Autoindustrie arbeitet, gehen für 2019 von 96 Millionen zu produzierenden Autos aus. Diese Zahl glaube ich nicht", sagte Berlien der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Ich rechne mit 90 Millionen Fahrzeugen."

Die Prognose der Autoindustrie gebe den Juli und den August als die stärksten Wachstumsmonate an. "Diese Einschätzung nehme ich niemandem ab", sagte der Osram-Chef. "Ausgerechnet in den Sommerferien sollen die meisten Autos gekauft werden? Nach meinem Eindruck werden die Hersteller eher die Sommerferien in manchen Fabriken verlängern, weil sie die Autos nicht loswerden", fügte er hinzu.

Den sinkenden Autoabsatz und die schwächere Smartphone-Nachfrage nannte Berlien als Gründe dafür, dass er seine Geschäftsprognose für Osram am Donnerstag scharf nach unten korrigiert hatte. "Wir haben uns auf eine pessimistische, leider aber realistische Sicht für 2019 festgelegt", sagte er. Demzufolge könnte der Umsatz dieses Jahr um 11 bis 14 Prozent schrumpfen. Auch das Verhältnis von Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zum Umsatz (Ebitda-Marge) werde statt 12 bis 14 Prozent nur noch 8 bis 10 Prozent erreichen.

 

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