Pensionen in Millionenhöhe So viel Geld bekommen Topmanager im Ruhestand

Kassiert am meisten: Dieter Zetsche. Foto: Michael Kappeler/dpa

Eine neue Studie belegt: Pensionszusagen für die Topmanager aus dem Dax sind leicht gestiegen – welche Spitzenmanager später mal mit wie viel Geld rechnen dürfen.

 

München - Deutschlands Top-Konzerne sorgen mit Millionen für das Alter ihrer Spitzenmanager vor. Der Wert der Pensionszusagen für die Vorstandschefs der 30 DAX-Konzerne erhöhte sich im Geschäftsjahr 2018 um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Beratungsunternehmens Willis Towers Watson hervorgeht. Der sogenannte Medianwert stieg auf 9,8 Millionen Euro. Der Median liegt in der Mitte, wenn man die Werte der Größe nach sortiert.

Ex-Daimler-Boss kassiert am meisten

Spitzenreiter war den Angaben zufolge der Autobauer Daimler mit 42 Millionen Euro für Ex-Chef Dieter Zetsche, der den schwäbischen Konzern nach über 13 Jahren an der Spitze im Mai verlassen hat, um für seinen Nachfolger Ola Källenius Platz zu machen.

Auf Platz zwei landete Eon-Chef Johannes Teyssen mit immer noch beachtlichen 26,25 Millionen Euro. Der Volkswirt und Jurist leitet schon seit 2010 die Geschicke des Energieversorgers, was sich günstig auf die Pensionszusagen auswirkt.

Bronze ging an einen weniger bekannten Top-Manager, Bernd Scheifele von Heidelberg Cement, für dessen Ruhestandsbezüge der Baustoffkonzern 22 Millionen Euro einkalkuliert hat. Scheifele steht bereits seit 2005 an der Spitze von Heidelberg Cement.

13 Millionen Euro für Siemens-Chef Kaeser

Der erste aus der Riege der bayerischen Dax-Bosse ist Siemens-Chef Joe Kaeser – allerdings erst auf Rang zehn. Für seinen Ruhestand hat der Technologie-Riese knappe 13 Millionen Euro eingeplant. Allianz-Chef Oliver Bäte folgt auf dem 17. Platz mit Altersbezügen in Höhe von gut sechs Millionen Euro. So viel winkt auch Infineon-Chef Reinhard Ploss auf Platz 18. Direkt dahinter: BMW-Chef Harald Krüger mit 5,7 Millionen.

Dagegen gibt es zum Beispiel beim Kosmetikkonzern Beiersdorf keine laufenden Pensionszusagen. Die Unternehmen setzten bei der Altersversorgung unterschiedliche Akzente – wie auch bei der Vergütung, erläuterte Expertin Heinke Conrads von Willis Towers Watson. "Grundsätzlich ist zu erwarten, dass der Wert der Pensionszusagen jedes Jahr steigt, weil die jeweilige Person mit jedem Dienstjahr weitere Pensionsansprüche erdient." Willis Towers Watson wertete die Geschäftsberichte der 30 Dax-Konzerne aus.


Alle Summen verstehen sich als "Anwartschaftsbarwert". Das ist der heutige Gegenwert der späteren Pensionsleistung – auf Basis der bisher geleisteten Bestelljahre. Dieser Wert finanziert entweder eine lebenslange Rentenzahlung in definierter Höhe oder er wird – je nach Gestaltung – teilweise als Einmalkapital oder sukzessive in Form der Ratenzahlung ausgekehrt.

 

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