Pegida-Versammlung am Samstag "München ist bunt" organisiert Protest-Aktion in Neuhausen

Am Samstag ist in Neuhausen eine Protestaktion geplant. Foto: München ist bunt

Unter dem Motto "Neuhausen wehrt sich gegen Pegida" ruft das Bündnis "München ist bunt" am Samstag zum Protest in Neuhausen auf. Einige Geschäftsleute haben die Motto-Plakate vorab im Schaufenster hängen.

 

Nehausen - Die gelben Plakate in Neuhausen sind nicht zu übersehen. An der Donnersbergerstraße zum Beispiel, an Schaufenstern und Türen von Geschäften. "Neuhausen pfeift auf Rassismus und rechte Hetze" ist auf den Postern in bunter Schrift zu lesen.

Gemeint ist eine Aktion im Stadtteil, an der sich dem Bündnis "München ist bunt" zufolge viele Bürgerinnen und Bürger aus Neuhausen beteiligen – "insbesondere die Geschäftsleute", wie Micky Wenngatz, Sprecherin des Vereins "München ist bunt", betont. Darunter Wirte aus dem Stadtteil, die zeigen wollten, "dass Neuhausen auf Rassisten pfeift".

Pegida-Versammlung am Samstagmittag

Aktueller Anlass für die Aktion sei eine Versammlung von Pegida-Anhängern an diesem Samstag um 13 Uhr in Neuhausen. 

Angemeldet hatte diese "fortbgewegende Versammlung" dem Kreisverwaltungsreferat zufolge der Pegida Förderverein e. V. - hierbei handele es sich um den Pegida-Verein aus Dresden - die angekündigte Route soll demnach über die Donnersbergerstraße, Wilderich-Lang-Straße, Sedlmayrstraße, Hirschbergstraße, Schulstraße, Schlörstraße, Sedlmayrstraße, Schluderstraße und wieder über die Donnersbergerstraße zurück auf den Rotkreuzplatz führen, wo sie um 15.15 Uhr endet. 

Eigentlich sei die Versammlung von Pegida für den 20. Oktober geplant gewesen, der Veranstalter habe jedoch am 17. Oktober das Datum um eine Woche nach hinten gelegt, so das KVR.

Pegida-Versammlung: Etwa 75 Teilnehmer angemeldet

Auch die Münchner Polizei ist vorbereitet. Ein Sprecher sagte, es seien etwa 75 Personen zu der Pegida-Versammlung angemeldet. Eine Gegendemonstration sei für Samstag hingegen nicht angemeldet, telite das KVR am Freitag auf AZ-Anfrage mit.

Mit friedlichem Protest ist Wenngatz zufolge am Samstag trotzdem zu rechnen. "Wir wollen, dass möglichst viele Menschen ihrem Protest Ausdruck verleihen", sagt sie. Der Verein unterstütze die Neuhauser Gastwirte, die sich an der Aktion beteiligen. Es gehe darum, in Neuhausen ein Zeichen zu setzen – "damit zu keiner Zeit und an keiner Stelle Rassismus unwidersprochen bleibt". Auch auf Facebook hat das Bündnis die Aktion für Samstag angekündigt.


Im März waren bei einer Gegen-Demonstration zu Pegida 2.500 Münchner auf die Straße gegangen. Hier gibt's den AZ-Newsblog von damals zum Nachlesen.

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