Paulaner-Gelände Die Au nach Paulaner: Grün, Wohnen, Luxus - und Kritik

 

Entstehen Luxuswohnungen? Die Bayerische Hausbau wehrt sich gegen solche Vorwürfe und verweist auf die angrenzenden Welfenhöfe. Der dritte Bauabschnitt, der Tassilohof, habe laut einer Studie einen Durchschnittspreis von 4393 Euro pro Quadratmeter – und sei der günstigste Neubau in den der Innenstadt angrenzenden Stadtteilen. Die Studie zeigt auch: Der Löwenhof II, auch Teil der Welfenhöfe, hat einen höheren Durchschnitt, 4679 Euro. In der Tat liegen die Preise für derartige Neubauten im Durchschnitt bei 6000 Euro.

Die billigste Wohnung in den Welfenhöfen ging für 2900 Euro weg – die teuerste für 8000. Hausbau-Chef Jürgen Büllesbach: „Eine solche Spreizung stellen wir uns auch beim Paulaner-Gelände vor.“ Er sagt auch: „Die Wohnungen im obersten Stockwerk mit Blick auf die Alpen kann durchaus etwas mehr kosten.“ Und von solch höheren Wohnungen könnte es einige geben. Derzeit sind mehrere zehngeschossige „Hochpunkte“ in den vorläufigen Planungen – Luxus-Dachwohnungen am Isarhochufer brächten Höchstpreise.

Wie viel geförderten Wohnraum gibt es? Von den Geschossfläche müssen laut Gesetz 30 Prozent für geförderten Wohnraum zur Verfügung gestellt werden. Zu wenig, findet Adelheid Dietz-Will vom Bezirksausschuss. „Es geht hier um 3000 Leute, das ist eine kleine Stadt. Wir brauchen mehr geförderten Wohnraum. Sie fordert 30 Prozent Plus.

Die Hausbau muss laut Gesetz auch für die Schulversorgung der Neu-Bewohner sorgen. Sie hat sich mit der Stadt aber darauf geeinigt, dass man keine Schule auf dem Paulaner-Areal errichtet, sondern eine bestehende Schule an der Hochstraße erweitert. „Dadurch hat sich die Hausbau sozusagen 1,5 Hektar Grundstück gespart“, sagt Dietz-Will. Ihr Appell geht nun an die Hausbau, diesen Grund günstig an die Stadt abzugeben. „Die Stadt muss Geld in die Hand nehmen, um Grundstücke zu kaufen. Das geht aber nur, wenn die Preise so sind, dass die Stadt das auch zahlen kann.“

 

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