Paulaner-Chef hat Wahl getroffen Nockherberg: Maxi Schafroth ist Nachfolger von Luise Kinseher

, aktualisiert am 16.11.2018 - 16:07 Uhr
Der neue Fastenprediger am Nockherberg: Kabarettist Maxi Schafroth. Foto: Felix Hörhager/dpa

Es ist offiziell: Maxi Schafroth ist der neue Fastenprediger am Nockherberg. Der Nachfolger von "Mama Bavaria" Luise Kinseher wird den Politikern in Zukunft beim Derblecken die Leviten lesen.

 

München - Kabarettist Maxi Schafroth beerbt Luise Kinseher als Fastenprediger am Nockherberg. Mit Spannung wurde die Nachfolge von "Mama Bavaria" erwartet – am Freitagvormittag hat Paulaner-Chef Andreas Steinfatt die Entscheidung nun offiziell gemacht.

"Wir freuen uns sehr, dass Maximilian Schafroth neuer Fastenprediger am Nockherberg wird. Wir haben uns bei der Suche Zeit gelassen und in aller Ruhe geschaut, wer der Richtige für diese Aufgabe ist. Er war dann auch der erste und einzige mit dem wir gesprochen haben. Gleich beim ersten Kontakt war klar, er passt für die Aufgabe und zu uns", so Steinfatt.

Beim nächten Derblecken am Nockherberg wird Schafroth der Polit-Prominenz also die Leviten lesen. "Für mich ist es eine Wahnsinns-Ehre, dieses gewichtige Amt zu übernehmen – und das auch noch als Allgäuer", sagte der 33-Jährige bei der offiziellen Präsentation am Freitag.

Maxi Schafroth: Keine traditionelle Rede?

Möglicherweise weicht Schafroth bei seiner Fastenpredigt teilweise von der traditionellen Rede am Rednerpult ab. "Imitationsfähigkeit und Musikalität versuche ich natürlich abzudecken und einfließen zu lassen – im Einklang mit der traditionellen Form der Rede", so der Allgäuer. "Ich möchte diese halbe Stunde gerne mit unterschiedlichen Ebenen füllen. Ich glaube, dass viel möglich ist – da muss man jetzt mal schauen, auch was ich darf." 

Kinsehers männliche Vorgänger waren gewöhnlich in der Rolle des "Bruder Barnabas" aufgetreten – ob dieser wiederbelebt wird, ist noch offen. "Es gibt alle möglichen Ideen", sagte Schafroth. Eine der Ideen: In mehrere Rollen schlüpfen und die Politiker im Publikum auf der Bühne parodieren – so auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU): "Der schaut immer so biometrisch", sagte Schafroth. Grobes Holzhammer-Kabarett will der Allgäuer nach eigenen Worten vermeiden: "Hingehen und ranzig sein und abwatschen ist nicht meine Sache."

"Heute ist ein besonderer Tag: Wir hoffen, dass wir mit dem Maximilian eine neue Ära einleiten, das Ganze nach acht Jahren mit unserer 'Mama Bavaria' – und da freuen wir uns jetzt darauf", so Steinfatt bei der Bekanntgabe.

Viele Fans wünschten sich Monika Gruber

Neben Schafroth waren im Vorfeld unter anderem auch Harry G, Helmut Schleich und Markus Stoll im Gespräch. Viele Fans haben sich auch Monika Gruber als Kinseher-Nachfolgerin gewünscht. Doch bei der Personalie gab es ein Problem: Steinfatt fand privat kein Glück mit ihr, die Trennung verlief nicht ausschließlich harmonisch.

Auf dem Nockherberg ist Schafroth kein Unbekannter. Er spielte bereits drei Mal beim Singspiel (2014-2016) mit. 2017 erhielt Schafroth den Bayerischen Kabarettpreis für Musik.

 

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