Pasinger Bürgerzentrum Textile Bilder: Hasen und Rosen

Die großformatigen Arbeiten von Beate Oehmann. Foto: Beate Oehmann

Die Künstlerin Beate Oehmann stellt im Rathaus aus: Die großformatigen Papierfahnen zeigen Hasen, einen Hund, ein Pferd und einen Schwan, die zu schweben scheinen...

 

Pasing - Das Kulturforum München-West zeigt im Rathaus Pasing mit Unterstützung des Vereins Pasinger Mariensäule e.V. textile Bilder von Beate Oehmann. Die Vernissage ist am Donnerstag, 21. November von 19 - 21 Uhr im Bürgerzentrum (Neubau) in der Landsbergerstraße 486, Eingang Rathausgasse.

Die Ausstellung geht vom 22. November bis Anfang Februar 2014 und kann zu den Öffnungszeiten des Bürgerzentrums (Montag 7.30 - 16.00 Uhr, Dienstag 8.00 - 18.00 Uhr, Mittwoch 7.30 – 16.00 Uhr, Donnerstag 8.00 – 17.00 Uhr und Freitag 7.30 – 13.00 Uhr) besucht werden. Der Eintritt ist frei.

Die 6 bis 7m langen Papierfahnen, die mittels großer Schablonen, den Pochoirs, entstehen, lassen den Lichthof des Pasinger Rathauses neu erleben; Beate Oehmann schafft mit ihren textilen Bildbahnen ein neues Raumgefühl. Dabei werden aus den organischen und geometrischen Formen lebendige Geschöpfe, die im Wind atmen und durch die sanfte Bewegung zu einem neuen Organismus verbunden werden.

„Ich installiere meine großformatigen Arbeiten temporär im öffentlichen Raum. Damit will ich Raumerfahrungen verändern, Räume als Ganzes begreifen, ohne sie endgültig in Beschlag zu nehmen. Die Papierarbeiten haben wie die Fahnen und die großformatigen Stickereien ihren gemeinsamen Ursprung in meinen konzeptionellen Arbeitsbüchern. Hier habe ich Formen und Motive festgehalten und weiterentwickelt, bevor ich sie – als Antwort auf vorgefundene Räume und Materialien – ins große Format umsetze.

Es geht in meinen Arbeiten um Rhythmus und Form, um Umkehrung und Spiegelung, um Unordnung in der Ordnung“, so die Künstlerin. Beate Oehmann wurde 1937 in Nürnberg geboren und ist in München aufgewachsen. Sie studierte an der Akademie der Bildenden Künste und machte nach einem mehrjährigen Aufenthalt in Irland das Staatsexamina für das künstlerische Lehramt. Bis 2000 arbeitete Oehmann als Kunsterzieherin am Weilheimer Gymnasium.

Heute lebt sie immer noch dort und arbeitet als freischaffende Künstlerin. Mit ihren Arbeiten war sie in zahlreichen Ausstellungen in Museen und Galerien vertreten. Das französische Wort Pochoir steht für Schablone und bezeichnet auch die gleichnamige Technik, bei der eine Schablone mit Farbe besprüht oder bestrichen wird und auf dem Untergrund ein durch die Zwischenräume vorgegebenes Negativbild erscheint.

Auf bis zu sechs Meter langen Papierbahnen wiederholt Beate Oehman ihre großformatigen Schablonenmotive in Rapporten. Aus einer stilisierten Rosenblüte und einem Hasen werden so üppige Girlanden oder es werden einzelne Elemente mit der Kontur der Schablone zu einem Stempel zusammengefasst, so dass sich eigenständige, gleichsam frei schwebende Bildmotiven ergeben. Die Tiermotive wurden aus Karussell- und Luftballontieren entwickelt: Neben dem Hasen gibt es einen Hund, ein Pferd, einen Schwan.

 

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